Schützenfest in Röddenau

König Sascha Krell regiert im Jubeljahr

So sehen strahlende Schützenkönige aus: Das neue Röddenauer Königspaar Angelina Starklauf und Sascha Krell (linkes Bild). Ihnen zur Seite stehen die Ritter Willi Meiser, Heinz Müller, UHU-Königin Renate Lang und Dominik Walscheid (rechtes Bild, v. l.).

Frankenberg-Röddenau - Großer Andrang zum Geburtstag: In aller Eile mussten die Gastgeber des Röddenauer Schützenvereins zusätzliche Tische und Stühle aufstellen, um den zahlreichen Gästen Platz bieten zu können.

Gleich zwei Feste galt es an diesem Samstagabend in Röddenau zu feiern: die Inthronisierung des Schützenkönigspaares sowie das 90-jährige Bestehen des Vereins. So freute sich der Vorsitzende, Heinz Müller, Schützenvereine aus der Region, Vertreter der Röddenauer Vereine, Königspaare befreundeter Vereine, das Kreiskönigspaar Monika und Karl-Heinz Groß aus Geismar und den kommissarischen Kreisschützenmeister Martin Althaus aus Bottendorf neben Vertretern aus der Politik zu begrüßen.

Stadträtin Ute Hesse überbrachte Grüße der Stadt und lobte mit Blick auf den Vereinsgeburtstag die gute Traditionspflege des Vereins. Mit einem Augenzwinkern wies sie darauf hin, dass „im Mittelalter der Schützenkönig von jeglicher Steuer befreit war“. Ortsbeirätin Monika Finger hob die langjährige ehrenamtliche Tätigkeit der Mitglieder hervor und sicherte ihnen dafür die Anerkennung in der Kommune zu.

Manches Wichtige habe sich im Gründungsjahr des Vereins, dem Jahr 1924, zugetragen, berichtete der kommissarische Kreisschützenmeister Martin Althaus. So sei der russische Revolutionsführer Wladimir Iljitsch Lenin gestorben, in Berlin habe die erste elektrische Straßenbahn Deutschlands ihren Dienst aufgenommen, und die letzte Papiermark im Werte von fünf Billionen Mark sei gedruckt worden. Vielleicht sei der Verein gegründet worden, um „sich gegen die Halunken aus der Nachbarschaft zu wehren“, gab er schmunzelnd seine Überlegungen weiter. Er motivierte, Ideen zu entwickeln, um die Jugend für den Verein zu gewinnen.

Drei Treuenadeln

des Schützenbundes

Der Ehrenvorsitzende Willi Meiser blickte auf die lange Vereinsgeschichte zurück. Von den Anfängen im August 1924 über die Neugründung nach dem Zweiten Weltkrieg bis hin zum Bau eines eigenen Schießstandes und dem späteren Anbau mit Küche, Schankraum und Sanitäranlagen spannte er den Entwicklungsbogen.

Dieser Abend war reich an Ehrungen: Andreas Schwarz, Friedhelm Kuhnhenn und Konrad Reese erhielten die Treuenadel des Deutschen Schützenbundes für 25 beziehungsweise 50 Jahre Mitgliedschaft.

Für zehn Jahre Vereinszugehörigkeit wurden Stefan Geitz, Klaus Holzmann, Gerhard Kaletsch, Sascha Krell, Ralf Lang, Renate Lang, Wolfgang Metzner, Marianne Müller, Andreas Müller, Andrea Reese, Dieter Reese, Christiane Walscheid, Dominik Walscheid und Gertrud Wojcik mit der silbernen Nadel ausgezeichnet. Über die goldene Ehrung für 20 Jahre Mitgliedschaft im Verein freuten sich Wolfgang Lang, Heinrich Müller, Peter Poloczek, Thorsten Tripp, Waltraud Tripp und Norbert Wierzock. Die Hessische Ehrennadel für acht Jahre im Verein wurde an Bodo Krell und Timo Krell verliehen.Das Hessische Ehrenzeichen in Bronze erhielten Horst Löber, Magarete Klem, Wilfried Geitz und Timo Geitz, in Silber Thomas Meiser und in Gold Wilfried Tripp, Wolfgang Klem und Ingeborg Kuhnhenn.

Die besondere Ehrung des Großen Hessischen Ehrenzeichens in Bronze ging an Friedhelm Kuhnhenn, Willi Meiser und Rüdiger Schwarz. Danach wurde es festlich. Zu feierlichen Klängen und mit Vereinsfahne vorneweg hielt das neue Schützenkönigspaar Sascha Krell und Angelina Starklauf Einzug.

Der König ist

sein eigener Ritter

Bei einem spannenden Wettkampf am 18. Mai setzte sich Sascha Krell durch und holte den Vogel von der Stange. Er ist mit 22 Jahren der jüngste König der Röddenauer Vereinsgeschichte. Zu seiner Königin erwählte er sich Angelina Starklauf. Dem neuen Königspaar zur Seite stehen der Erste Ritter Heinz Müller, die Ritter Willi Meiser, Thorsten Tripp und Dominik Walscheid. Sascha Krell muss zudem das Ritteramt mit der Königswürde vereinen. Auf die ehrenvolle Aufgabe, den Verein nach außen zu repräsentieren, wies der Ehrenvorsitzende Rüdiger Schwarz das junge Königspaar hin und wünschte ihnen „eine erfolgreiche Hand beim Leiten der Geschicke des Vereins“.

Nach zweimaliger Amtsverlängerung wurden der bisherige Jugendschützenkönig Timo Krell und seine Königin Corinn Guthof aus dem Amt verabschiedet. Mit dem Ablegen der Insignien endete ihre Amtszeit. Die Insignien warten jetzt gut verwahrt auf einen neuen Jugendschützenkönig.

Ballsaal-Atmosphäre kam auf, als das Schützenkönigspaar den anschließenden Tanz mit dem „Schneewalzer“ eröffnete und sich die Tanzfläche nach und nach mit rauschenden Ballroben füllte. Für die passende musikalische Untermalung sorgte Burghard Becker aus Battenberg.

Kommentare