Neue Ausstellung im Hainaer Kloster gibt Einblicke in das Leben des "Goethe-Tischbeins"

Es könnte ein Anfang sein

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Bereit für die Eröffnung: Das ehemalige Putzmittellager im Kloster ist nicht wieder zu erkennen. Rechts an der Wand: eine Reproduktion von Tischbeins berühmtem Goethe-Gemälde.

Haina - Fast keine Originale und kaum Budget: Ein normales Museum hätte unter diesen Voraussetzungen gar nicht erst angefangen, eine Ausstellung zu planen, sagte Kunsthistorikerin Prof. Dr. Martina Sitt. In Haina ist trotz dieser widrigen Umstände eine neue Ausstellung entstanden, die einen Einblick in das Leben des Malers Johann Heinrich Wilhelm Tischbein gibt.

Sein Bild von Goethe in der italienischen Campagna, mit großem Hut (und zwei linken Beinen) ist weltberühmt. Doch zu dem Künstler, der in Haina geborene Johann Heinrich Wilhelm Tischbein, entsteht oftmals erst ein Zugang durch die Verbindung zu dem Dichterfürsten, mit dem der Maler zeitweise in Rom in einer Wohngemeinschaft lebte. Auf dieser Zeit in Rom liegt derzeit der Forschungsschwerpunkt von Prof. Dr. Martina Sitt. Die Kunsthistorikerin (Uni Kassel) hat die neue Ausstellung in einem Nebenraum des Kreuzgangs konzipiert, Texte und Zusammenhänge erläutert und durch ihre Kontakte verschiedene neue Exponate als Leihgaben nach Haina geholt (wir berichteten gestern). In der Ausstellung finden sich verschiedene Drucke und Plastiken, aber auch viele beispielhafte Exponate, die einen Eindruck von Kindheit und Familie Tischbeins in Haina geben. „Wir machen hier etwas mit null Mitteln“, sagte Sitt bei der Vernissage am Sonntag. Sie verschwieg nicht, dass die Ausstellung über den „Goethe-Tischbein“ aus ihrer Sicht noch nicht das Optimum ist – aber sie sei ein „Appetizer“ für das, was in Zukunft noch möglich sein könnte; etwa eine Ausstellung über die ganze aus Haina stammende Malerfamilie mit ihren 16 aktiven Künstlern im Kreuzgang und mit einigen Originalen.

Den gesamten Artikel lesen Sie in der gedruckten Ausgabe der Frankenberger Zeitung am Dienstag, 12. Mai.

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