Kommentar zur “Cold-Water-Challenge”: Ja, aber mit Bedacht

Feuerwehrleute spritzen sich in Uniform aus Spaß nass und stellen die Videos davon ins Internet. “Cold-Water-Challenge” heißt dieser Trend, den viele Feuerwehren mitmachen, den das Hessische Innenministerium und der Landesfeuerwehrverband aber für bedenklich halten. Mitmachen ja, aber mit Bedacht, findet HNA-Redakteur Jörg Paulus.

Die Cold-Water-Videos zeigen wieder mal, wie unbedacht wir mittlerweile im Internet unterwegs sind: Die Feuerwehren sehen in der Aktion einfach nur einen großen Spaß und stellen ihre Videos euphorisch ins Internet.

Dass es bei Unbeteiligten aber falsch aufgefasst werden kann, wenn sich Feuerwehrleute, die Brände löschen und Leben retten sollen, in Uniform gegenseitig nass spritzen, daran denken die meisten wohl nicht.

Deshalb ist es gut, dass Ministerium, Unfallkasse und Feuerwehrverband darauf hinweisen, welche Regeln bei diesen Videos beachtet werden sollten. Es ist aber auch gut, dass die Offiziellen den Freiwilligen ihren Spaß nicht ganz verbieten.

Denn wenn die Regeln der Sicherheit und Haftung eingehalten werden, dann ist „Cold Water“ tatsächlich einfach eine nette Aktion, die die Kameradschaft innerhalb unserer ehrenamtlichen Feuerwehren stärkt. Und die zeigt, dass Feuerwehren cooler sind als vielleicht ihr Ruf. Die Videos können also auch helfen, Nachwuchs zu gewinnen, den viele Wehren ja dringend brauchen.

Email an den Autor: jpa@hna.de

Quelle: HNA

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