Kommentar zu DGHs in Vereinshand: Eine Aufgabe für alle

Jörg Paulus.

Müssen Vereine und Gruppen aus den Orten bald ihre Dorfgemeinschaftshäuser selbst betreiben? Mit dieser Frage hat die HNA die Bürgermeister in Waldeck-Frankenberg konfrontiert. HNA-Redakteur Jörg Paulus sagt: Das ist eine Aufgabe für alle - die Kommune und die Dorfgemeinschaft.

Dorfgemeinschaftshäuser sind ein schwieriges Thema: Fast jeder Ort hat eins, und jedes wird – mehr oder weniger gut – genutzt. Sie zu schließen, weil die Kosten durch die Gebühren nicht gedeckt werden, wäre also die schlechteste Lösung. Viele Vereine stünden ohne Übungs- oder Versammlungsraum da. Und in dem Ort gäbe es ein leerstehendes Gebäude mehr.

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Deshalb müssen sich die Kommunen zusammen mit der Dorfgemeinschaft überlegen, wie die DGHs wirtschaftlicher werden können. Sie energetisch zu sanieren, um langfristig zu sparen, ist eine Möglichkeit. Gebühren zu erhöhen, eine andere.

Aber auch aus den Orten muss Bereitschaft kommen, sich an einer Lösung zu beteiligen. Das muss nicht so weit gehen, dass die Vereine das DGH übernehmen – und sich eine schwere finanzielle Bürde aufbinden. Aber Vereine müssen bereit sein, für die – bisher meist kostenlose – Nutzung zu zahlen. Oder sich mit Eigenleistung an Sanierungen zu beteiligen. So oder so: Am besten geht es miteinander. Es heißt Ja DorfGEMEINSCHAFTshaus.

Mail an den Autor: jpa@hna.de

Quelle: HNA

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