Kommentar zu geplantem Jugendbeirat in Battenberg: "Wer mitreden darf, bleibt hier"

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Marc Hörcher über die Gründung eines Jugendbeirats in Battenberg

Battenberg. Die Stadt Battenberg will einen Jugendbeirat einrichten: Jugendliche sollen an politischen Entscheidungen beteiligt werden. HNA-Volontär Marc Hörcher findet das den richtigen Weg, um junge Leute an die Region zu binden.

Mit dem Entwurf einer Geschäftsordnung für einen Jugendbeirat in Battenberg hat das dortige Parlament einen wichtigen Schritt in Richtung Mitbestimmung für junge Leute unternommen. Wenn der Jugendbeirat erst mal gegründet ist, ist für die jungen Leute Mitmischen angesagt. Das ist zu begrüßen. Denn aktive Teilhabe an lokalpolitischen Themen ist ein gutes Mittel gegen die viel zitierte Politikverdrossenheit, die gerade unter jungen Leuten weit verbreitet ist.

Ein Jugendbeirat trägt auch dazu bei, dass die Jugendlichen einen engeren Bezug zu ihrer Heimat entwickeln. Denn wenn junge Leute bei Themen, die sie direkt betreffen, mitreden können, fühlen sie sich ernst genommen. Sie merken, dass sie mit ihrer Stimme etwas erreichen. Und sie fühlen sich wohl in ihrer Region.

Das ist wichtig, denn ländliche Regionen wie Battenberg haben mit dem Problem der Überalterung zu kämpfen. Das liegt daran, dass viele junge Leute zum Studieren in städtische Gebiete ziehen, wenn sie mit der Schule oder Ausbildung fertig sind. Wer sich wohl fühlt und mitbestimmen darf, wird nicht so schnell aus seiner Region wegziehen.

mah@hna.de

Quelle: HNA

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