Allendorf und Bromskirchen

Kommentar zur Gründung der Verwaltungsgemeinschaft: Alles gut vorbereitet

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Die Gemeinden Allendorf-Eder und Bromskirchen werden ihre Verwaltungen zum 1. Januar 2015 zusammenschließen. Dies kommentiert HNA-Redakteur Jörg Paulus.

Allendorf/Bromskirchen. Die Gemeinden Allendorf-Eder und Bromskirchen werden ihre Verwaltungen zum 1. Januar 2015 zusammenschließen. Das haben die beiden Gemeindeparlamente gemeinsam beschlossen. Dazu ein Kommentar von HNA-Redakteur Jörg Paulus.

Allendorf und Bromskirchen sind nicht nur darin Vorreiter, dass sie eine Verwaltungsgemeinschaft gründen, sondern auch darin, wie man solch einen großen Schritt geht. In der vergleichsweise kurzen Zeit von gut einem Jahr haben die beiden Bürgermeister Junghenn und Frese die ganze Sache vorbereitet.

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Nicht im stillen Kämmerlein, aber doch so behütet, dass das Thema nicht schon in der Öffentlichkeit zerredet wurde, bevor klar war, wohin der Weg gehen soll. Und zur richtigen Zeit wurden Gemeindevorstände und Gemeindevertretungen hinzugezogen. Dass die Sitzung am Mittwochabend nur 40 Minuten dauerte, ohne Diskussion verlief und nahezu einstimmig endete, ist kein Zufall.

Junghenn und Frese, 1999 noch Gegner im Duell um das Bürgermeisteramt in Allendorf, sind längst Partner. Zwischen der Industriegemeinde Allendorf und dem in der Einwohnerzahl um zwei Drittel kleineren Bromskirchen ist solch eine Partnerschaft allerdings auch leichter möglich als zwischen Kommunen auf Augenhöhe. In Allendorf und Battenberg, die ein Mittelzentrum bilden, sind die Ängste, mit einer engeren Kooperation etwas zu verlieren, derzeit offenbar noch zu groß. Allerdings steigen mit der Zeit auch die Zwänge, neue Kooperationen eingehen zu müssen. Noch ist Gelegenheit, das Wann und Wie selbst zu entscheiden.

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Quelle: HNA

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