Kommentar zur Kfz-Steuer: Peinlich für den Zoll

Von Jörg Paulus, E-Mail: jpa@hna.de

Die Umstellung der Kfz-Steuer vom Finanzamt zum Zoll hat bei vielen für Verwirrung gesorgt, weil ein Brief des Zolls an Fahrzeugbesitzer den Anschein erweckt, eine Betrugsmasche zu sein. "Peinlich" findet das unser Redakteur Jörg Paulus.

Wer sich den Brief des Zolls über die Neuerungen bei der Kfz-Steuer ansieht, kann tatsächlich leicht zu dem Schluss kommen: Da versuchen Betrüger, im Namen des Zolls an meine Bankdaten zu kommen. Da nützen auch alle Entschuldigungen nichts: Wer solch ein undurchsichtiges Schreiben herausgibt, muss sich nicht wundern, wenn es für Misstrauen sorgt.

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Es ist gut, dass aufmerksame Menschen hellhörig werden, wenn jemand ihre Bankdaten erfragt. Die Nachrichten über Trickbetrug haben sie sensibel gemacht. Und es ist auf der anderen Seite peinlich, wenn es eine Bundesbehörde nicht schafft, einen Brief, der hunderttausendfach verschickt wird, von vornherein so zu verfassen, dass eben keine Zweifel entstehen können.

Es ist ja schön, dass sich trotz der Umstellung für Fahrzeugbesitzer im Prinzip nichts ändert. Trotzdem hätten Zoll und Finanzämter das alles viel deutlicher in der Öffentlichkeit kommunizieren müssen. Die Sympathie der Bürger für solche Ämter wird damit nicht größer.

Quelle: HNA

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