Burgwald

„Es kommt auch Wehmut auf“

- Für Parlamentschef Hans-Jürgen Nordheim war die Sitzung der Burgwalder Gemeindevertreter am Freitag nach 30 Jahren in der Politik die letzte Sitzung.

Burgwald-Bottendorf. Souverän wie immer leitete Hans-Jürgen Nordheim am Freitagabend im Dorfgemeinschaftshaus die wohl letzte Sitzung der Gemeindevertreter in dieser Wahlperiode. Und doch war sie eine Zäsur für den Sozialdemokraten: Er zählt zu denen, die bei der Wahl am 27. März nicht wieder kandidieren, nach drei Jahrzehnten im Parlament und 16 Jahren als dessen Vorsitzender scheidet er aus. „Du warst der beste Vorsitzender, den ich kenne“, sagte Bürgermeister Lothar Koch. Er würdigte die gute Zusammenarbeit aller Kommunalpolitiker und dankte „für die Unterstützung für die von mir auf den Weg gebrachten Projekte“. Koch nannte als Beispiele die Betreuungsangebote für unter Dreijährige, die Kanalsanierungen und den Anbau an die Verwaltung. Der Weg der Offenheit habe sich bewährt, dies wolle er fortsetzen. Er freue sich auf eine „harmonische, kollegiale und sachorientierte Zusammenarbeit“ in der neuen Wahlperiode. Im neuen, von 27 auf 23 Mitglieder verkleinerten Parlament seien wohl wieder sieben Gruppen vertreten, sagte Nordheim. Er hoffe, dass einige seiner Kollegen wieder vertreten seien. „Ich habe mich fürs Gehen entschieden“, erklärte er. „Die 30 Jahre in der Kommunalpolitik haben Spaß gemacht, deshalb kommt auch Wehmut auf.“ Dennoch: Die Gemeinde habe einen jungen Bürgermeister und einen jungen Büroleiter, er hoffe auch, dass in der neuen Wahlperiode einige junge Leute ins Parlament nachrückten. Nordheim dankte seinen Kollegen, dem Gemeindevorstand mit Koch, den Ortsbeiräten und der Verwaltung für die gute Zusammenarbeit. „Ich hoffe, dass das gute Klima im Parlament weiter Bestand hat.“ Und da die Sitzung relativ schnell zu Ende war, merkte er an: „So, jetzt können wir noch einen Schoppen trinken.“ (-sg-)

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