Neue Wirtschaftsförderin Anna Blum

Kommunikatorin für die Region

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Die neue Wirtschaftsförderin Anna Blum wird von den Vertretern der Gesellschafter (v. l.), Friedrich Schüttler von der Kreishandwerkerschaft, dem Ersten Kreisbeigeordneten Jens Deutschendorf und Bernd Strieder von der Volksbank Mittelhessen, an ihrem neuen Arbeitsplatz, dem alten Frankenberger Landratsamt, willkommen geheißen.Foto: Malte Glotz

Waldeck-Frankenberg - Wie Johannes Haupt ist Anna Blum jung und mit der Region vertraut. Sie plant jedoch, langfristig als Wirtschaftsförderin für den Landkreis aktiv zu sein.

Das Handwerk verdient zurzeit gut am neuen Arbeitsplatz von Anna Blum: Das Dach des Frankenberger Landratsamtes wird komplett neu gedeckt. Wenn die 33-Jährige am 1. Mai offiziell den Posten der Wirtschaftsförderin für den Landkreis Waldeck-Frankenberg übernimmt, hat sie die „brummende Konjunktur“ direkt vor Augen. Dafür, dass es in der Region auch weiterhin brummt, soll die Marketing-Expertin in den nächsten fünf Jahren sorgen.

Alle Verträge seien unterschrieben, der obligatorische Besuch beim Notar sei erledigt - „wir sind froh, dass wir das geschafft haben“, sagt der Erste Kreisbeigeordnete Jens Deutschendorf. Der schnelle Abschied von Blums Vorgänger Johannes Haupt nach knapp anderthalb Jahren im Amt habe die Wirtschaftsförderungsgesellschaft und den Landkreis als größten Gesellschafter vor große Herausforderungen gestellt, erinnerte Deutschendorf. Er dankte Klaus Dieter Brandstetter, Geschäftsführer der Tourismusgesellschaft Waldecker Land, der in der Interimszeit die Leitung der Wirtschaftsförderungsgesellschaft übernommen hatte, sowie Peter Sacher, der insbesondere für den Altkreis Frankenberg das operative Geschäft mit Kundenkontakt weitergeführt hatte.

Deutschendorf drückte die Hoffnung aus, dass Blum länger bleibe als Haupt: Der Vertrag sei vorerst auf fünf Jahre geschlossen. Die neue Wirtschaftsförderin selbst sagte: „Ich bin hier, weil ich das will.“ Sie sei ein sehr treuer Mensch und habe sich sehr bewusst überlegt, in die Region zu kommen. Schließlich stammt Anna Blum auch aus der Nachbarschaft, kann in Waldeck-Frankenberg vielen ihrer Hobbys nachgehen.

Vorrangige Aufgabe aber wird es sein, den Landkreis voranzubringen. Wie jeder Neuling betont auch sie die gute Arbeit ihrer Vorgänger und dass sie von deren Netzen profitieren werde. Doch zeigt sie schon jetzt klare Ziele ihres Schaffens auf: „Wir müssen zeigen, dass Waldeck-Frankenberg modern und lebenswert ist“, sagt Blum. Dazu gehöre zuallererst, die Homepage der Wirtschaftsförderung rundzuerneuern. „Die ist in der Tat seit geraumer Zeit eine Baustelle“, räumt Deutschendorf unumwunden ein.

Darüber hinaus sieht Blum die Sicherung von Fachkräften für die heimische Wirtschaft als Hauptziel ihrer Arbeit. Da gäbe es bereits gute Initiativen, die noch besser miteinander verknüpft werden könnten. Zugleich gelte es bewusst zu machen, warum sich ein Umzug in den Landkreis lohnt - oder warum jemand gar nicht erst wegziehen sollte.

Zudem regt sie modernere Wege der Kommunikation an. Einen Blog? Ein Austauschnetzwerk? „Das werden wir sehen“, sagt sie - zuerst müsse sie die Unternehmen der Region kennenlernen, Wünsche und Anregungen aufnehmen, schauen was machbar ist. Auch Besuche bei Vereinen und Verbänden, etwa dem Arbeitskreis der Wirtschaft für Kommunalfragen, seien vorgesehen.

Anna Blum präsentiert sich engagiert, nach vorne gewandt: „Ich bin hier, weil ich mich dafür einsetzen möchte, den Landkreis Waldeck-Frankenberg zu stärken und auszubauen“, freut sie sich auf ihre Aufgabe.

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