Burgwald

Kompass, Karten und Gulaschkanone

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- Frankenau-Allendorf (kb). Praktische Tipps von Soldaten und ein Mittagessen aus der Gulaschkanone – damit verbrachten die Jungschützen in Allendorf/Hardtberg einen der verregneten Tage beim Zeltlager.

Glück mit dem Wetter haben die 70 Kinder und Jugendlichen im Alter von acht bis 16 Jahren beim Zeltlager des Schützenkreises in diesem Jahr nicht. Seit sie am vergangenen Sonntag ihre Zelte bezogen haben, ließ sich die Sonne selten blicken. Dennoch lassen sich die Jungschützen das Zeltlager nicht vermiesen und nutzen die Zeit, um sich in sportlichen Wettbewerben zu messen. Dazu gehört auch, den Zeltlagerkönig zu ermitteln. Wie auch bei den erwachsenen Schützen wird derjenige König, der den hölzernen Vogel mit einem Luftgewehr von der Stange schießt.Den entscheidenden Treffer landete die elfjährige Pia Cosma Falkenburg. 300 Schüsse wurden insgesamt abgegeben.

Am Mittwoch besuchten einige Soldaten der Burgwaldkaserne das Zeltlager mit allerlei Gerätschaften, um den Jugendlichen den Alltag der Bundeswehr näherzubringen. Sie bauten mehrere Stationen auf, an denen sie verschiedene Fahrzeuge und Geräte demonstrierten. Besonders die Station, die sich mit Zeltaufbau und Feldlagergestaltung befasste, stieß auf große Resonanz bei den Jugendlichen. Die Soldaten beantworteten viele Fragen rund um das Thema Berufssoldat und Auslandseinsatz. Aber auch ganz praktische Fragen stellten die jungen Schützen. So erklärten die Soldaten, dass auch in einem Feldlager ein kleines Lagerfeuer möglich ist, um sich und die Ausrüstung zu wärmen. Aber schon eine Zigarettenglut würde man über mehrere Kilometer weit sehen, erläuterte Holger Graßmann von der Bundeswehr. Man müsse also vorsichtig sein und dürfe das Feuer nicht zu groß werden lassen.

Eine weitere Station beschäftigte sich mit der Frage, wie man im freien Feld mithilfe eines Kompasses wieder ins Lager zurückfindet. Dazu werden in der Landschaft markante Punkte gesucht, die auf eine Landkarte übertragen werden. Mithilfe eines Kompasses wird dann der genaue Standort ermittelt. Die Soldaten des EloKa-Bataillons machten auch die Funktionen der verschiedenen Fahrzeuge anschaulich, und die Kinder durften selbst hineinklettern. Eine weitere Station befasste sich mit der Bedienungsweise eines Feldtelefons, das die Kinder ausprobieren durften.

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