Optiker-Kette "Neusehland" übernimmt Immobilie in Frankenberg

Kontaktlinsen statt Kaffeebohnen

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Frankenberg - Wo Tchibo noch bis zum Jahresende Kaffee, Kleidung und Haushaltsartikel verkauft, werden künftig Brillen, Kontaktlinsen und Hörgeräte angeboten: Das Unternehmen „Neusehland“ expandiert nach Frankenberg.

Zum Jahresende schließt der Kaffeeröster seine Filiale in der Fußgängerzone - sehr zum Bedauern vieler Kunden. Eine Unterschriftenaktion gegen die Schließung blieb ohne Erfolg. Doch das Gebäude in der Frankenberger Einkaufsmeile soll nicht lange leer stehen: Die Optiker- und Hörakustik-Kette „Neusehland“ übernimmt die Immobilie. Entsprechende Informationen bestätigte Prokurist Thomas Kupka auf Nachfrage der Frankenberger Zeitung. Nach einer Umbauphase, für die Kupka etwa sechs Wochen veranschlagt, soll im Laufe des Februars eröffnet werden.

Vor der Konkurrenz - immerhin gibt es bereits vier Optiker im Stadtkern, davon zwei in unmittelbarer Nachbarschaft - fürchte sich das Unternehmen nicht, sagt Thomas Kupka auf Nachfrage: „Es gibt überall Mitbewerber. Wir müssen den Kunden überzeugen“.

Frankenberg sei ein „interessanter Standort mit auffallend guter Handelsstruktur“ Mit einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis, Mode, modernster Technik und viel Zeit für den Kunden wolle „Neusehland“ sich durchsetzen.

In der Startphase seien fünf bis sechs neue Stellen für die Filiale in Frankenberg vorgesehen. Außerdem werde das Unternehmen auch ausbilden. „Das ist ein Schwerpunkt bei uns: Wir haben über 40 Auszubildende bei derzeiit 240 Mitarbeitern“, informierte Thomas Kupka. Der Standort in Frankenberg wird der bis dato nördlichste für das Unternehmen. Weitere 23 Geschäfte finden sich von Marburg bis Neu-Isenburg und von Fulda bis Herborn. „Neusehland“ bietet Brillen, Sonnenbrillen, Kontaktlinsen und Hörgeräte an. Auf seiner Internet-Seite bezeichnet sich „Neusehland“ als regionales Familien-Unternehmen, das „Verantwortung für die Region“ wahrnimmt.

Gegründet wurde das Unternehmen 1957 als „Optik Hartmann“ von Wolfgang Hartmann, dem Vater der heutigen Inhaberin. 1990 kaufte die heutige Firmeninhaberin Heike Hartmann-Vitu gemeinsam mit ihrem Mann das Unternehmen von ihrem Vater. Damals hatte sich das „Optikhaus Hartmann“ bereits vom Ein-Mann-Betrieb zur Firma mit vier Filialen in Gießen entwickelt. Die erste Niederlassung außerhalb Gießens wurde 1991 in Friedberg gegründet. Der Expansionskurs setzt sich bis heute fort: „Wir freuen uns auf die Frankenberger.“ (apa)

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