Katholische und evangelische Kirchenmusiker laden in St. Elisabeth Burgwald ein

Konzert für Orgel-Sanierung

Spannungsvoller Klangkontrast: Beate Cwiertnia, eine der Organistinnen, wird beim Spiel mit dem Saxophon beim Benefizkonzert von der Böttner-Orgel in der Kirche St. Elisabeth begleitet. Foto: Völker

Burgwald. Fast auf den Tag genau 50 Jahre nach der feierlichen Orgelweihe in der katholischen Pfarrkirche St. Elisabeth am 5. Februar 1961 soll ein drittes Benefizkonzert für die Sanierung dieses Instrumentes sorgen: Katholische und evangelische Kirchenmusiker laden gemeinsam für Sonntag, 6. Februar, ab 17 Uhr zu einem Konzert unter dem Motto „Jubilate Deo“ ein.

Neben den drei Kirchenmusikern Petra Asami, Andreas Busching und Beate Cwiertnia, die schon als Initiatoren für die ersten beiden Benefizkonzerte gesorgt hatten, wird diesmal als Gesangssolistin auch die Bezirkskantorin Irene Tripp mitwirken. Es erklingen Orgelwerke von Johann Sebastian Bach, Valentin Rathgeber, Johann Pachelbel und Johann Baptist Peyer, gespielt von Petra Asami, Andreas Busching und Beate Cwiertnia. Besonders aparte Klangfarben sollen ein Capriccio von Giuseppe Antonio Brescianello und eine Bagatelle von Ludwig van Beethoven für Orgel und Saxofon entwickeln. Mit dem stimmungsvollen „Panis Angelicus“ von César Franck und „Ein neues Lied will ich dir singen“ von Antonin Dvorak wird Irene Tripp (Sopran) zu hören sein. Daneben stehen noch weitere Stücke von Händel auf dem Programm.

Einblick in die Orgel

Während des Konzertes wird der Frankenberger Orgelbaumeister Christoph Böttner einen Einblick in die Geschichte und den Aufbau der von seinem Vater gebauten zweimanualigen Orgel mit mechanischen Trakturen, in der mit elf Registern 676 Pfeifen erklingen, geben. Die Technik des Instrumentes ist teilweise überholt und musste repariert werden, außerdem wurde das Werk gereinigt und nachintoniert. Eine weitere Stimmung soll bei wärmerer Witterung erfolgen. Die dringend notwendige Renovierung der Orgel war von den Organisten und Kirchenmusikern selbst angeregt und mit zwei Benefizkonzerten auch schon finanziell unterstützt worden.

Die Orgel in St. Elisabeth Burgwald war das erste Werk, das Wolfgang Böttner (1925-2006) als selbstständiger Orgelbauer in Frankenberg von 1960 bis 1961 gebaut hat. Bis 1961 hatte sich die katholische Kirchengemeinde auf dem damaligen Industriehof bei ihren Gottesdiensten mit einem Harmonium beholfen.

Der Kaufpreis von 15 000 DM konnte auch damals schon nur durch Gemeindemitglieder und „Wohltäter“, wie die Kirchenchronik schreibt, aufgebracht werden. Am 5. Februar 1961 wurde die Orgel von Dechant Dr. Nüdling geweiht. Im Festgottesdienst spielte Musikdirektor Carl Fritz aus Marburg. (zve)

Quelle: HNA

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