Rosenthaler Schulen haben gemeinsamen Förderverein gegründet – vor allem für Eltern

Kräfte bündeln für die Schüler

Schulgemeinschaft: Das gemeinsame Logo der Nicolaus-Hilgermann-Schule und der Karl-Preising-Schule. Foto:  nh

Rosenthal. Die Nicolaus-Hilgermann- und die Karl-Preising-Schule in Rosenthal haben einen gemeinsamen Förderverein gegründet. Zur ersten Versammlung kamen 29 Mitglieder. Vorsitzender ist Erich Kirchhainer, der auch Hausmeister der Schulgemeinschaft und Erster Stadtrat von Rosenthal ist (siehe Hintergrund rechts).

Der Förderverein könne die beiden Schulen bei vielen Aufgaben unterstützen, sagte Ines Franke, Schulleiterin der Nicolaus-Hilgermann-Schule, gegenüber der HNA. Er könne vor allem finanzielle und rechtliche Dinge übernehmen, die der Schule teilweise nicht möglich seien, etwa Spendenquittungen ausstellen und Sponsoren finden.

„In der Gründungsversammlung haben wir erstmal die generelle Zielsetzung geklärt, aber noch keine Projekte festgelegt“, sagte Franke. Es gebe aber viele Möglichkeiten, wie der Förderverein die Schule unterstützen könne:

• Inklusion: Der gemeinsame Unterricht von Kindern mit und ohne Behinderung wird derzeit hessenweit vorbereitet. Die beiden Rosenthaler Schulen sind bereits eine Kooperation eingegangen.

• Ganztagsbetreuung: Die Gestaltung der Mittagsbetreuung ist ein erster Schritt. Außerdem hat die Nicolaus-Hilgermann-Schule beim Landkreis einen Antrag zur „betreuten Grundschule“ gestellt. Dabei geht es zum Beispiel um Hausaufgaben-Betreuung, Basteln, Vorlesen und Spielen. Die Kosten für die Einrichtung dieses Angebots werden auf 21 000 Euro geschätzt, für die Stadt würde sich ein Anteil von 6000 Euro ergeben. Das Thema wurde am Montag im Stadtparlament behandelt, dort aber zur Beratung an die Ausschüsse abgegeben.

• Modernisierung des Schulgeländes: Nach der Sanierung des Gebäudes sollen Pausenhof und Außenanlage neu gestaltet werden.

• Allgemeine finanzielle Unterstützung: Der Förderverein könnte sich an Projekten beteiligen und Schüler, deren Eltern sich dies nicht leisten können, bei Klassenfahrten finanziell unterstützen. Wie solch eine Förderung aussehen kann, zeigte bereits der Rotary-Club Frankenberg, der dem Förderverein 350 Euro spendete. Das Geld soll für die Aktivwoche „Gesunde Kids“ Anfang Juni mit gesundem Schulfrühstück und einer CD-Aufnahme verwendet werden.

„Wir wollen alle Kräfte bündeln, die ein Interesse haben, dass sich die Schüler hier gut entwickeln“, sagte Ines Franke. Es sei aber wichtig, dass die Lehrer keine zu große Rolle im Förderverein spielen, weil sie ja bereits für den Schulalltag verantwortlich seien. Deshalb sollen sich vor allem Eltern in dem Förderverein engagieren.

Von Jörg Paulus

Quelle: HNA

Kommentare