Burgwald: Birkenbringhäuser Feuerwehrknaller ziehen von Haus zu Haus

Ein kräftiger Vierschlag als Tradition

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- Burgwald - Birkenbringhausen (mwi). Die jahrhundertealte Tradition des Knallens pflegten die Feuerwehrleute am Dienstag wieder im Dorf.

So manch Zugezogenem mag es fremd vorgekommen sein, als am gestrigen Vormittag der taktvolle Vierschlag durch die Straßen des Burgwalddorfes hallte. Doch für jeden, der den Hintergrund kennt, ist diese Tradition in Birkenbringhausen nicht wegzudenken.Noch aus Zeiten der Mägde stammt das imposante Brauchtum. „Früher wechselten die Mägde zum Ende des Jahres ihre Stellung, sie gingen also zu anderen Bauern, um dort zu arbeiten“, erläutert Wehrführer Hans Paul. „Die Burschen des Dorfes nahmen damals ihre Peitschen in die Hand und begleiteten den Wechsel mit ihrem Knallen.“

Natürlich gab es vor 29 Jahren, als die Mitglieder der Feuerwehr den Brauch wieder aufleben ließen, keine Mägde mehr. Heute knallen die Peitschen stattdessen vor den Häusern, in denen die konfirmierten, aber unverheirateten jungen Frauen leben. Training seit November Noch eine weitere Veränderung hat es in den vielen Jahren gegeben. Während die Bauern und Mägde früher Eier, Wurst und andere Lebensmittel zum Dank an die Burschen reichten, erhalten die Feuerwehrleute heute eher eine kleine Spende, welche dann aber weiterhin zur Ausrichtung der Feier am Abend genutzt wird. Denn auch dieser Brauch wurde beibehalten – schon seit November üben die 15 Männer bereits jede Woche auf dem Hof der Feuerwehr, um Muskulatur im Oberarm aufzubauen.

Mehr lesen Sie in der FZ vom Mittwoch, 28. Dezember

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