Zum Jahreswechsel ist das Gebäck in vielen Familien beliebt

Kräppel gibt es auch als Glückssymbole

Kräppel backen: Henriette (links) und Charlotte Wind mischen mit viel Freude die Zutaten für den Kräppelteig mit ihrer Großmutter Gisela Westmeier. Fotos:  Augustin

Frankenberg/Battenberg. Zur Jahreswende an Silvester werden in vielen Familien Kräppel gebacken, gegessen und verschenkt. Gisela Westmeier aus Niederorke backt sie gern mit ihren Enkeltöchtern Charlotte und Henriette aus Battenberg. Sie benutzen zum Ausstechen der Kräppel neben einem runden Glas auch Ausstechförmchen mit Glückssymbolen wie Kleeblättern und Schweinchen.

Gisela Westmeier hat ihr Rezept verraten (siehe Kasten). Die Zutaten für ca. 20 Kräppel kosten nicht einmal zwei Euro.

In Dodenau gießen Steffi und Pia Biebighäuser-Becker gern mit ihren Freunden Blei. Dieses Ritual war schon bei den alten Römern beliebt, die anhand der gegossenen Formen in die Zukunft schauten. Heute werden immer noch, jedoch teilweise nicht ganz ernst gemeint, die gegossenen Formen gedeutet und aufgrund ihrer Formen eine Zukunftsprognose erstellt. So wird beispielsweise bei einer „Adlerform“ künftiger Erfolg im Beruf, einer Eiform das Wachsen der Familie oder einem Felsen „viel Arbeit im neuen Jahr“ gedeutet.

Bleigieß-Sets sind überall für wenig Geld erhältlich. Eine Deutungshilfe findet man im Internet unter http://www.ballon24.de/downloads/b24_deutung_bleigiessen.pdf.

Am Silvesterabend wird oft auch ein Raclette oder Fondue zubereitet. Als Beilage kann man für wenig Geld ein leckeres Dip zum Filet, Huhn oder Mett herstellen. Man nimmt als Grundlage gewöhnlichen Frischkäse oder Joghurt, diesen verrührt man mit Olivenöl und etwas Salz und Pfeffer. Die angerührte Masse würzt man dann individuell mit dem, was der Gewürzschrank hergibt. Ob Gartenkräuter, mexikanisch, italienisch oder „chili-scharf“: Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.

Das Dip schmeckt auch sehr lecker auf frischem Baguette oder Ciabattabrot.

Von Frank Augustin

Quelle: HNA

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