Kreis: Integration findet verstärkt in größeren Städten statt

Integration in Waldeck-Frankenberg: Der Landkreis hat eine Bestandsaufnahme zu diesem Thema gemacht. Foto: nh

Waldeck-Frankenberg. Die Arbeit, die in den Städten und Gemeinden in Waldeck-Frankenberg zur Integration von Menschen mit Migrationshintergrund geleistet wird, ist auf einem guten Weg.

Dennoch gibt es weiter Luft nach oben.

Zu dem Ergebnis kommt der Kreis in einer Bestandsaufnahme, die er nach Befragung der 22 Kommunen erstellt hat. Dabei ging es nicht in erster Linie um Flüchtlinge, sondern um Menschen mit ausländischen Wurzeln allgemein.

„Die Analyse hat zwar keinen wissenschaftlichen Anspruch, gibt aber einen guten Überblick. Es haben sich alle Kommunen beteiligt", sagt Mariam Koridze-Araujo vom Kreis. „Die Frage nach Integrationsprojekten hat aber leider nur die Hälfte beantwortet. Wir gehen daher davon aus, dass Projekte solcher Art noch nicht überall stattfinden."

Koridze-Araujo weist darauf hin, dass die Integrationsarbeit in Mittelzentren wie Korbach, Frankenberg oder Bad Wildungen umfangreicher ist als in kleineren Kommunen oder in den Gemeinden. „Ein Großteil der Maßnahmen werden im Jugend- und Sprachförderungsbereich umgesetzt. Die Ergebnisse zeigen zudem vor allem Handlungsbedarf im Bildungs- und Ausbildungsbereich. 38 Prozent der befragten Städte und Gemeinden erachten das als wichtig", so Koridze-Araujo. An zweiter Stelle (28 Prozent) folge die soziale Integration von Personen mit Migrationshintergrund. Dabei gehe es um das Schließen von Freundschaften oder um Mitgliedschaften in Vereinen und Organisationen. Die Integration in den Arbeitsmarkt stehe an dritter Stelle (17 Prozent).

In der Bestandsaufnahme konnten sich die Kommunen auch generell zu ihrer Integrationsarbeit äußern. Die Stadt Bad Wildungen betonte zum Beispiel, dass es dort an weiterführenden Schulen immer mehr Schüler mit Migrationshintergrund gebe. Als Erfolg verzeichnet die Gemeinde Allendorf-Eder die Beschäftigung der Asylbewerber.

Wie die Integrationsarbeit im Detail in einigen Kommunen aussieht, erfahren Sie in der gedruckten Freitagsausgabe der HNA Frankenberger Allgemeine.

Quelle: HNA

Kommentare