Kreis-Heimatmuseum zeigt in leerem Ladenlokal Modelle der Altstadt

Frankenberg. Aus den stillen Klostermauern von Sankt Georgenberg ist das Frankenberger Kreis-Heimatmuseum ein Stückchen vorgerückt bis dahin, wo das Leben pulsiert: Seit dieser Woche dient in der Fußgängerzone das Schaufenster des leerstehenden Ladenlokals Bergstraße 1 als Werbefläche.

Ein großes Transparent lockt mit „Resten einer alten Stadt“, kleine Altstadtmodelle, die abends stimmungsvoll beleuchtet sind. Sie zeigen ein Stück vergangenes Frankenberg vor der Altstadtsanierung.

Aus einer mit Papier verklebten Glasfläche ist wirklich ein „Schau-Fenster“ geworden: Aus nächster Nähe können Passanten die Altstadt-Dioramen des aus Frankenberg stammenden Mönchengladbacher Modellbauers Helmut Wießer bewundern, der bereits zum Rathaus-Jubiläum 2009 das zehntürmige Wahrzeichen der Stadt im Modellbahn-Maßstab 1:87 nachgebaut hatte (HNA berichtete).

Mit winzigen Figuren, Fahrzeugen, blinkenden Feuerwehrautos, Dreschmaschine und Holzsäge erscheinen sie belebt und schildern Altstadtszenen aus der Zeit um 1960.

Heiner Wittekindt, Leiter des Kreis-Heimatmuseums, und sein Mitarbeiter Hans Papenfuß, die die Dioramen in Wuppertal bei dem heimatverbundenen Bastler abholten, möchten die bis ins Detail nachgebildeten Modelle gern für das Museum erwerben und dort später als Blickfang im Foyer aufstellen.

„Wir hoffen allerdings noch auf Spendengelder, da der Verein Kreis-Heimatmuseum nur einen Teil der Sachkosten finanzieren kann“, sagte Wittekindt und nennt die Kontonummer des gemeinnützigen Vereins: 5002738 bei der Sparkasse Waldeck-Frankenberg.

Von Karl-Hermann Völker

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Quelle: HNA

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