Frühere Gaststätte „Possom“

Kreis will in Dainrode Asylbewerber unterbringen - Ortsbeirat ist skeptisch

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Das Possom in Dainrode: Seit mehr als zwei Jahren steht die Gaststätte leer. Der Landkreis hat laut Ortsvorsteher Alexander Küster nun eine Anfrage gestellt, ob in dem Gebäude künftig 21 Asylbewerber untergebracht werden können. Foto: Daum

Dainrode. Der Kreis hat laut Dainrodes Ortsvorsteher Alexander Küster Interesse daran, in der früheren Dainroder Gaststätte „Possom“ 21 Asylbewerber unterzubringen. Das sagte Küster der HNA. Er berichtete, dass eine Anfrage über die Stadt Frankenau an den Ortsbeirat gestellt worden sei.

„Und zu dieser Anfrage haben wir mittlerweile auch schon Stellung genommen und in unserem Antwort-Schreiben deutlich gemacht, dass die Aufnahme von 21 Asylbewerbern nicht sozialverträglich ist“, sagte Dainrodes Ortsvorsteher Alexander Küster am Montag gegenüber der HNA.

Die Zahl ist laut Küster viel zu hoch, eine Aufnahme in dieser Form könne der Ort nicht verkraften. Schließlich habe Dainrode noch nicht einmal Einkaufsmöglichkeiten zu bieten, auch einen Sportverein gebe es in dem Frankenauer Stadtteil nicht.

Alexander Küster

Küster, der auch Wehrführer in Dainrode ist, weist zudem darauf hin, dass auch die Feuerwehr im Ort nicht genug Freizeitmöglichkeiten für die Asylbewerber bieten könne. Er fragt sich daher, was diese dann den ganzen Tag machen sollen. „Wir als Ortsbeirat sind nicht prinzipiell gegen die Aufnahme von Asylbewerbern und auch der Ort ist offen für jeden, der zu uns kommen will. Es muss nur alles im Rahmen bleiben“, sagt Küster. Man könne sich durchaus vorstellen, eine Familie mit Kindern aufzunehmen. „Aber 21 Menschen geht bei einem 178-Einwohner Ort wie Dainrode definitv nicht. Wenn in Frankenberg der gleiche prozentuale Schlüssel angewandt werden würde und dort auf einen Schlag mehr als 1000 Asylbewerber aufgenommen werden sollen, gäbe es dort sicher auch viel Kritik“, betont der Ortsvorsteher.

Von Philipp Daum 

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Quelle: HNA

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