Kreiskulturpreis an Vereine verliehen - Ehrenamtliche Arbeit gewürdigt

Preisverleihung vor dem Altarbild: Landrat Dr. Kubat (rechts) und die stellvertretende Kreistagsvorsitzende Dagmar Deutschendorf (im roten Pullover) überreichten die Preise in der Korbacher Kilianskirche an die Geehrten.

Waldeck-Frankenberg. Die Korbacher Kilianskirche bildete den festlichen Rahmen für eine festliche Veranstaltung: Landrat Dr. Reinhard Kubat überreichte am Dienstagabend den Kulturpreis des Landkreises.

Zum ersten Mal hatte der Kreis dazu eine Kirche ausgewählt. Der Preis sei Anerkennungskultur, sagte Kubat. Die Preisträger leisteten Basiskultur: „von den Bürgern für die Bürger“.

Der Landrat zeichnete den Verein für Burg- und Heimatgeschichte Hatzfeld, die Musiker Eberhard Jung, Georg Lungwitz und Thomas Schwill (Korbach-Lelbach), Dr. Ursula Rennhof (Wuppertal) und Helmut Göbel (Schwalefeld) für Heimatgeschichte sowie Karl Thomas (Korbach) für sein heimatgeschichtliches Lebenswerk aus. Der Musikzug der Feuerwehr Gemünden erhielt den Jugendkulturpreis für seine Jugendarbeit. Mehr als 20 der 60 Musiker sind Jugendliche. (Kurzporträts unten auf der Seite).

Nach der Preisverleihung hatten die Geehrten Gelegenheit zu Dankesworten. Harald Groß, Vorsitzender des Hatzfelder Burgvereins, erinnerte daran, dass der Verein noch keinen öffentlichen Zuschuss für den Erhalt der Burg beantragt habe. Deswegen sei das Preisgeld besonders willkommen. 237 Mitglieder zögen für Hatzfeld an einem Strang.

Das breitgefächerte Korbacher Kulturangebot haben Eberhard Jung, Georg Lungwitz und Tomas Schwill noch vergrößert. Sie wollten das Bewusstsein der Korbacher für die Kultur der Region vertiefen, sagte Schwill.

Das Trio will das Preisgeld für den Ausbau der Alten Schule Lelbach als Veranstaltungsort verwenden.

Korbachs Stadtarchivar Karl Thomas dankte denen, die ihm bei seiner Arbeit unterstützen. Dazu zählen seine Familie, die viel Verständnis für seine Geschichtsarbeit aufbringe, und die Mitstreiter im Stadtarchiv.

Irmtraud Matthai, Vorsitzende des Musikzugs, erinnerte an den Wandel vom Spielmannszug zum Blasorchester im Jahr 2004. Ein Grundstein der erfolgreichen Arbeit sei die musikalische Früherziehung, die der Musikzug Grundschülern anbiete. Musiker aus den eigenen Reihen bilden den Nachwuchs aus.

Auch Dr. Ursula Rennhof und Helmut Göbel dankten für die Auszeichnung. Mit einer Bilderschau stellten sie die Schwalefelder Ortschronik vor, die sie gemeinsam geschrieben haben. Für die Unterstützung bei diesem Werk erhielten ihre Mitstreiter Jürgen Dunkelmann, Peter Köster, Sönke Vögeding und Burkhard Widder Urkunden.

Frank Gleim, Bürgermeister in Gemünden, würdigte die Arbeit der Preisträger auch für die Bürgermeister der Heimatorte der anderen Geehrten. Er gratulierte zunächst zu dem Preis, der „ehrenamtliche Arbeit würdigt“. Die Geehrten leisteten die Arbeit an der Basis. Geschichte, Musik, Kultur werde in den Vereinen gelebt, unterstrich Gleim. Dieser Beitrag für die Allgemeinheit sei „nicht wegzudenken“. Dafür unterstützten die Städte und Gemeinden die Vereine. Der Bürgermeister dankte dem Kreis, dass er mit dem Preis diese Arbeit auszeichne.

Für die musikalische Gestaltung sorgten die Geehrten natürlich selbst. Eberhard Jung, Georg Lungwitz und Thomas Schwill beeindruckten mit Gesang und Orgelspiel. Der Musikzug spielte ungewohnte Klänge für eine Kirche. Die Preisverleihung klang mit der Filmmusik zum „Fluch der Karibik“ aus.

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Quelle: HNA

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