Ja im Kreistag: Dritte Fahrspur für B252 wird geprüft

Zwei plus eins: Zwischen Korbach und Berndorf hat die B 252 bereits drei Fahrstreifen. Dabei dient der mittlere abwechselnd als Überholspur für die eine und für die andere Richtung. Foto:  Benseler

Frankenberg/Korbach. Der Landrat soll mit Hessen-Mobil und der Polizei prüfen, ob die B 252 zwischen Korbach und Frankenberg eine zusätzliche Spur erhalten kann, wenn der Seitenstreifen wegfällt.

Das hat der Kreistag am Montag in Battenberg entschieden.

Wichtigster Hinderungsgrund für die sogenannte „2+1-Lösung“ bisher: Radfahrer benutzten entlang der Strecke mangels Radweges die Seitenstreifen. Mittlerweile ist der Radweg zwischen Korbach und Frankenberg in großen Teilen fertig. Gleichzeitig sollen auf großen, viel genutzten Landstraßen drei Spuren künftig generell Standard werden.

Basis dafür sind die „Richtlinien für die Anlage von Landstraßen“. Die seit den 80er- und 90er-Jahren bestehenden Vorgaben wurden 2013 aktualisiert. Sie sehen nun eine neue Gestaltung der Fahrbahnen vor, die für mehr Sicherheit sorgen soll. „Gelten soll das Regelwerk für den Bau neuer Trassen und für Um- und Ausbauten“, erklärt Verkehrsexperte Professor Dr. Jürgen Steinbrecher von der Universität Siegen. Was bringt 2+1?

Die „2+1-Lösung“ bringe vor allem mehr Verkehrssicherheit und einen kleinen Zeitvorteil, weil Lastwagen und langsamere Autos überholt werden können. „Eine schöne Zwischenlösung, wenn der Ausbau auf vier Streifen zu aufwendig ist“, sagt Verkehrsexperte Steinbrecher.

Unterstützung findet der Vorschlag bei den Automobilvereinen: Uwe Völker, Regionalbeauftragter Hessen des Auto-Club Europa (ACE), erklärt: „Einen dreispurigen Ausbau sehe ich absolut positiv, ich kenne das von anderen Bundesstraßen.“ Unfälle seien deutlich zurückgegangen, der Verkehrsfluss werde besser.

Holger Behlen vom Automobilclub Frankenberg im ADAC stimmt zu: „Persönlich würde ich es befürworten.“ Die bisherige Streckenführung verleite Autofahrer zu riskanten Überholmanövern, die „2+1“ schaffe Klarheit: „Da gibt es kein Wenn und Aber. Und an vielen anderen Ecken sieht man, dass es funktioniert.“

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Quelle: HNA

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