Haina/Löhlbach

Kreistagsfraktionen fordern gründliche Überprüfung beider Schulstandorte

- Haina/Löhlbach. Obwohl Landrat Dr. Reinhard Kubat (SPD) eine Prüfung der beiden Schulstandorte bereits zugesagt hat, stellen die drei Kreistagsfraktionen von CDU, FWG und FDP gemeinsam einen entsprechenden Antrag.

Bei einem Informationsbesuch in Löhlbach und Haina haben sich die Schulpolitiker der Kreistagsfraktionen der CDU, FWG und FDP mit der Grundschulsituation in der Gemeinde Haina beschäftigt. Hintergrund ist die angekündigte Schließung einer der beiden Schulen. Der zuständige Mitarbeiter beim Landkreis, Friedhelm Pfuhl, hatte zunächst betont, die Schule in Löhlbach werde definitiv zum Sommer geschlossen. Nachdem sich in Löhlbach eine Bürgerinitiative zum Erhalt der dortigen Schule gegründet hat und auch in der Gemeindevertretung die Forderung nach einer Wirtschaftlichkeitsprüfung von der Freien Bürgerschaft Löhlbach (FBL) gefordert wurde, hat Landrat Dr. Kubat zugesagt, nun doch beide Standorte auf ihre Wirtschaftlichkeit zu prüfen zu lassen (FZ berichtete). In Begleitung von Bürgermeister Rudolf Backhaus und den Schulelternbeiräten besichtigten die Politiker die Räumlichkeiten der beiden Grundschulstandorte in Haina und Löhlbach. Investitionsbedarf sehen die Kreispolitiker an beiden Standorten. Aber sie betonten auch das gemeinsame Ziel, einen der beiden Grundschulstandorte für die Gemeinde dauerhaft zu sichern, solange die Kinderzahlen dies rechtfertigen. „Wir haben deshalb für die nächste Kreistagssitzung einen gemeinsamen Antrag eingebracht, die beiden Grundschulgebäude dahingehend zu prüfen, welcher Standort unter Berücksichtigung aller Argumente langfristig der vorteilhafteste ist“, sagte die schulpolitische Sprecherin der CDU-Kreistagsfraktion, Claudia Ravensburg. Dabei sollen der Renovierungsbedarf, der mögliche Baubedarf, der jährliche Unterhaltungsaufwand und die Verwertbarkeit bei einem eventuellen Verkauf eines der Grundschulgebäude berücksichtigt werden, erklärte Erhard Pauly (FDP). „Des Weiteren bitten wir den Kreisausschuss zu prüfen, in welcher Form die Sporthalle in dem dann nicht mehr benötigten Grundschulstandort weiterhin der Bevölkerung und insbesondere den Vereinen zur Verfügung gestellt werden kann“, fügte Norbert Specht (FWG) abschließend hinzu.

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