Allendorf (Eder)

Krippe bietet bis zu zehn Kindern Platz

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- Allendorf (Eder) (ied). Mit einem Gottesdienst und einem Fest im Kindergarten hat die evangelische Kirchengemeinde Allendorf die neue Kinderkrippe in ihrer umgebauten Tagsstätte „Die Linspherfische“ feierlich in Betrieb genommen.

27 Firmen, Planer und Behörden arbeiteten in der Planungs- und Bauphase mit der Kirchengemeinde als Bauherrin zusammen, berichtete Architekt Achim Roth. Die neue Krippe für bis zu zehn Kinder unter drei Jahren wurde in einem ehemaligen Gruppenraum im Erdgeschoss integriert. Neu geschaffen wurden ein Ruheraum mit einem Schlafpodest, neue Möbel wurden eingebaut, ferner eine Küchenzeile und neue Spielgeräte. Umgestaltet wurde das Bad, in dem sich nun neben Toiletten und Waschbecken auch ein Wickeltisch und eine Dusche befinden. Der Zugang zur Krippe wurde mit einer Glastür abgeschlossen. Als Folge der Umplanungen wurde das Büro der Kindergartenleiterin vom Erdgeschoss ins Obergeschoss verlegt. Den größten Teil der Baukosten finanzierte die Gemeinde. Der Kostenansatz lag bei 300000 Euro. Da noch nicht alle Rechnungen vorliegen, kann derzeit noch nicht gesagt werden, wie teuer der Bau genau ist. Das Land Hessen steuerte 1490 000 Euro als Zuschuss bei, der Landkreis 41 000 Euro. Darüber hinaus wurden im Nachtragshaushalt der Gemeinde für 2010 weitere 77 000 Euro bereitgestellt für den Außenanstrich der Tagesstätte und die Erneuerung des Daches auf dem alten Dorfgemeinschaftshaus, das als Kindergarten dient. Bürgermeister Claus Junghenn sagte, dass die neue Kinderkrippe in Allendorf nach der in Battenfeld nun bereits die zweite innerhalb der Gemeinde sei. Auch in Rennertehausen gibt es bereits fünf Krippenplätze, die durch eine bereits beantragte Erweiterung der Betriebserlaubnis um weitere Plätze ergänzt werden sollen. Hierzu seien jedoch nur kleinere Umbauten erforderlich. Die politische Gemeinde sei damit „gut aufgestellt“, die Kinderbetreuung stehe „ganz oben auf der Agenda der Gemeindegremien“. Seitens der Kirchengemeinde würdigte Kirchenvorsteherin Vera Junghenn die neue Kinderkrippe als eine Bereicherung zur Förderung der kindlichen Entwicklung.Im Gottesdienst sang die neue Vorschulkindergruppe ein Lied mit Begrüßungsformeln in verschiedenen Sprachen der Erde. Kindergartenleiterin Heike Traute ließ alle neuen Kinder und ihre Eltern vor den Altar kommen und überreichte ihnen kleine Präsente als Willkommensgruß. Die Kinder meisterten ein Spiel mit verteilten Rollen unter dem Thema „Was braucht ein Baum, um groß und stark zu werden?“ In einem Dialog von Pfarrer Gerald Rohrmann mit der Kindergartenleiterin ging es um Gemeinsamkeiten von Bäumen und Kindern. Beide sollen wachsen. Was Erde, Wasser und Sonne für die Bäume sind, sind Liebe, Geborgenheit, Sicherheit, Kontakte, Bezugspersonen und eine anregende Umgebung für die Kinder. Das alles solle der Kindergarten ihnen bieten, damit die Kleinen wachsen und lernen, etwa Rücksicht zu nehmen und Probleme zu lösen. Ausführlich nahmen die Gäste im Rahmen eines Tags der offenen Tür den umgebauten Kindergarten unter die Lupe. Für die Kinder gab es ein buntes Spieleangebot.

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