Frankenbergs Erster Stadtrat widerspricht Zahlen des Landkreises – Keine Wartezeiten

Krippenplätze reichen aus

Kita mit Bällchenbad: Beliebt gerade bei Kindern unter drei Jahren. Archivfoto: nh

Frankenberg. Eltern müssen nicht auf einen Betreuungsplatz für ihren jüngsten Nachwuchs warten. Entgegen anders lautenden Meldungen werde der Bedarf nach Krippenplätzen in der Stadt Frankenberg erfüllt. Das betont Erster Stadtrat Willi Naumann.

Er nimmt damit Stellung zu einem Pressebericht, in dem die Stadt Frankenberg in einer Übersicht über Krippenplätze im Landkreis Waldeck-Frankenberg keinen guten Rang eingenommen hatte. „Die zitierten Zahlen wurden beim Landkreis abgefragt. Sie entsprechen für den Bereich der Stadt Frankenberg nicht den tatsächlichen Gegebenheiten“, betonte Naumann.

In der Aufstellung wurden beispielsweise Tagesstättenplätze in den Kitas Bottendorf und Bromskirchen nicht berücksichtigt, die die Stadt Frankenberg für Kinder aus Willersdorf und Rengershausen dort unterhält und finanziert. Außerdem könnten derzeit noch freie Plätze sofort belegt werden, es gebe dazu jedoch momentan keinen Bedarf von Seiten der Eltern.

In diesem Zusammenhang weist der Erste Stadtrat auch darauf hin, dass in den Kindertagesstätten der Stadt Frankenberg zur Zeit noch eine größere Anzahl von auswärtigen Kindern betreut wird, deren Plätze ebenfalls bei Nachfragen von Frankenberger Eltern in Krippenplätze umgewandelt werden könnten.

„Außerdem ist zu berücksichtigen, dass die Geburtenraten weiter zurückgehen“, erläutert Naumann. Für die Berechnung für 2012 seien beispielsweise statt 496 Kinder unter drei Jahren (Stand 31. Dezember.2010) nur noch 465 Kinder zu berücksichtigen. „Die Stadt Frankenberg wird die gesetzliche Quote von 35 Prozent an Krippenplätzen für Kinder unter drei Jahren definitiv erfüllen“, bekräftigt er.

Die Stadtverwaltung frage regelmäßig mit Schreiben an die Eltern den Bedarf ab. „Alle Rückmeldungen werden berücksichtigt und alle Kinder erhalten nach den Wünschen der Eltern ihren Platz“, sagt Naumann.

Außerdem werde der Kindergartenbedarfsplan jährlich fortgeschrieben. Naumann: „Da die Stadtverwaltung die Kita-Plätze stetig umstrukturiert und dem aktuellen Bedarf anpasst, werden wir in Frankenberg bis 2013 nach dem jetzigen Stand eine Quote von 36,67 Prozent erreichen.“ Er erläutert, dass die Quote kurzfristig sogar auf 40 Prozent erhöht werden könnte, wenn die 4. Gruppe in der Kita Schreufa wieder geöffnet würde. Dafür gebe es jedoch keinen Bedarf. (nh/mab)

Info: Ansprechpartnerin im Stadthaus für Eltern ist Marion Schultz: 06451/505 118.

Quelle: HNA

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