Gemünden: Neujahrsempfang von Stadt und Kirchengemeinden

Kubat überreicht zwei Ehrenbriefe

- Gemünden (sr). Beim Neujahrsempfang von Stadt und Kirchengemeinden zeigte Bürgermeister Frank Gleim Perspektiven für die Wohrastadt auf. Landrat Kubat überreichte Ehrenbriefe an zwei verdiente Kommunalpolitiker.

Rund 200 Gäste kamen Sonntag zum Gottesdienst in die Kirche und zum Empfang in das Bürgerhaus, darunter Landrat Reinhard Kubat und Landtagsabgeordneter Reinhard Kahl (SPD), Vertreter aus Wirtschaft, Kirche, sozialen Diensten und Vereinen. Für die musikalische Gestaltung sorgte der evangelische Posaunenchor unter der Leitung von Till Schiefer. Die Orgel spielte Timo Gleim.

Der „barmherzige Samariter“ stand im Mittelpunkt des ökumenischen Gottesdienstes mit Pfarrer Hilmar Jung und Pater Norbert. „Irgendwie und irgendwo kann jeder helfen“, sagte der katholische Geistliche und rief zu ehrenamtlichem Engagement auf. Dies werde durch Freude und ein offenes Herz belohnt.

„Gemünden ist ein interessanter und lebenswerter Ort“, sagte Bürgermeister Gleim in seiner Neujahrsansprache. Mit Blick auf die Tischdekoration mit vielen Mini-Windrädern stellte er das Energiekonzept der Stadt und die Pläne für einen Windpark bei Schiffelbach vor. Dieser solle nicht nur ein Beitrag zur Energiewende, sondern auch zur wirtschaftlichen Stärkung von Gemünden und seinen Bürgern werden.

Mehr „Windstille“ in der politischen Diskussion wünscht sich der Rathauschef beim Thema Kläranlagenneubau. Messtechnische Auswertungen der 40 Jahre alten Anlage hätten ergeben, dass der Neubau die wirtschaftlich günstigste Variante sei. Die Finanzierung bedürfte noch der Klärung, derzeit würden viele Gespräche laufen: „Alles mit dem Ziel, die Bürgerinnen und Bürger sowie die Stadt Gemünden finanziell zu entlasten“ betonte Gleim an appellierte, sich nicht an „irgendwelchen Gerüchten“ zu beteiligen.

In seinem „Werbeblock“ für die Wohrastadt nannte der Bürgermeister die Neubaupläne eines Discounters mit neuem Ladenkonzept, die Neubelebung leer stehender Geschäftsgebäude, das gut angenommene Anruf-Sammeltaxi und die Gründung einer Familienassistenz, beispielhaft für den gesamten Landkreis.

Trotz finanziell kritischer Situation will die Stadt nicht nachlassen bei der Förderung der Vereine und der Jugendarbeit. „Ehrenamtliche Tätigkeit ist nicht mit Geld zu ersetzen“, sagte Gleim.

Landrat Reinhard Kubat überreichte anschließend zwei Ehrenbriefe des Landes Hessen an verdiente Kommunalpolitiker.

Der Grüsener Friedhelm Möbus gehörte von 1974 bis 2001 dem Ortsbeirat ein. Von 2001 bis 2011 war er Ortsvorsteher. Von 1975 bis 1985 und 1997 bis 2011 gehörte Möbus der SPD-Fraktion in der Stadtverordnetenversammlung an.

Hermann Philipp aus Sehlen war von 1985 bis 2011 Mitglied im Ortsbeirat, von 2001 bis 2011 als Ortsvorsteher. Seit 2003 ist Philipp Stadtverordneter für die SPD. Er engagiert sich ferner auch im Sportverein SSV Bunstruth, bei der Sehlener Feuerwehr und im Verschönerungsverein. „Ich freue mich über solche Menschen, die die Gesellschaft mittragen“, sagte Kubat und zog in seinen Dank auch die beiden Ehefrauen mit ein. Für das neue Jahr gab der Landrat, der seit genau zwei Jahren im Amt ist, Zuversicht, Hoffnung und Optimismus an. „Damit werden wir auch schwierige Zeiten meistern können“.

Für das leibliche Wohl der Besucher sorgte ein großes Helferteam von Bürgermeister Gleim mit vielen Jugendlichen.

Kommentare