Regine Frese und Landfrauen Bottendorf nahmen in Wiesbaden Preis für soziales Bürgerengagement entgegen

Sie kümmern sich um andere

Ehrung in Wiesbaden: Minister Jürgen Banzer übergab die Auszeichnung der Landfrauen Bottendorf an Anita Jannermann (links) und Marianne Reitz. Mit dabei Bottendorfs Ortsvorsteher Heinz Klem (rechts). Foto: nh

Bottendorf/Bromskirchen. Wegen des Schneechaos bei Wiesbaden war die Anfahrt für die Preisträger aus dem Frankenberger Land zwar stressig. Die Auszeichnung von Staatsminister Jürgen Banzer im Landtag empfanden aber sowohl die Landfrauen aus Bottendorf als auch Regine Frese als hohe Ehre.

Sie hatten, wie berichtet, am Freitag die Auszeichnung „Soziales Bürgerengagement“ erhalten. Von 291 Bewerbern hatte ein Jury 20 Preisträger ausgewählt, darunter den Bottendorfer Verein und die Bromskirchenerin. „Sie haben großen Anteil daran, dass unsere Gesellschaft ein humanes Gesicht erhält“, sagte der Minister für Arbeit, Familie und Gesundheit bei der Preisverleihung.

Dies sind die Gründe für die Auszeichnung der heimischen Kandiaten:

• Regine Frese: Sie baute den Dorfladen in Bromskirchen mit auf und sorgt als ehrenamtliche Geschäftsführerin dafür, dass die Bromskirchener auch weiterhin im Ort Lebensmittel einkaufen können. Zudem leitet die 48-Jährige seit elf Jahren den örtlichen Seniorenclub. Zusammen mit dem Basarteam organisiert sie seit acht Jahren Kinderkleider- und Spielzeugbasare. Sie war im Vorstand des Schützenvereins aktiv. Und beim Schmücken des Bürgerhauses für festliche Anlässe ist sie auch meist dabei.

„Der Preis ist ein Wertschätzung ehrenamtlicher Arbeit und motiviert zum Weitermachen“, sagte Regine Frese der HNA. Sie war mit ihrem Ehemann, dem Bromskirchener Bürgermeister Karl-Friedrich Frese, nach Wiesbaden gereist.

• Bottendorfer Landfrauen: Die Landfrauen kümmern sich um Alte und Kinder. Bei den monatlichen Seniorennachmittagen übernehmen sie die Bewirtung. Sie backen Kuchen für Senioren, für Aktionen in der Schule und andere Zwecke. Wenn sie im Dorf gebraucht werden, helfen sie mit. Mit internationalen Kochkursen sorgen sie für ein multikulturelles Angebot. Schon kleine Kinder sind im Verein integriert, in der Gruppe Minibienen. Zwei Gitarrengruppen gehören zum Verein.

„Die Auszeichnung ist eine hohe Ehre für uns“, sagte Vorsitzende Anita Jannermann der HNA. Abgesehen von der chaotischen Anreise durch den Schnee habe ihr die Veranstaltung gut gefallen. „Es war interessant, auch andere Preisträger kennenzulernen.“ Zum Abschluss gab es Sekt und Häppchen.

Von Martina Biedenbach

Quelle: HNA

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