Arbeitskreis der Wirtschaft für Kommunalfragen tagt in „Bärenmühle“

Kultur als ein Standortfaktor

Frankenberg - Ein hochkarätiges Kulturprogramm trägt zur Steigerung der Attraktivität der Region bei. Und davon profitiert auch die heimische Wirtschaft bei der Suche nach Fachkräften, sind sich die Mitglieder des Arbeitskreises der Wirtschaft (AFK) einig.

Sie versprühten Optimismus und Tatendrang nach dem Motto „nach dem Frühling ist vor dem Frühling“: Gastgeberin und Geschäftsführerin des Landhauses „Bärenmühle“, Christiane Kohl, mit ihren beiden Mitstreitern des „Literatur-Festivals“, Michael Lemke, Marketingdirektor der „Sonne Frankenberg“, und Volker Deigendesch, Geschäftsführer des Hotels „Schloss Waldeck“. Beim Stammtisch der Wirtschaft des „AFK Frankenberg“ lenkten die drei Organisatoren den Fokus der Unternehmer noch mal auf den „Literarischen Frühling“, der vom 24. März bis zum 1. April in der Heimat der Brüder Grimm stattfand.

Und mit den vorgelegten Zahlen, Daten und Fakten beeindruckten sie die AFK-Mitglieder. Insgesamt kamen 1650 Besucher. An neun aufeinander folgenden Tagen fanden 24 Veranstaltungen statt; davon 17 Autorenlesungen, zwei Gesprächsrunden, zwei Workshops und drei Autorenlesungen für Schulklassen. Drei Viertel aller verfügbaren Plätze waren belegt, fünf Veranstaltungen komplett ausverkauft. Für 15 Prozent der Besucher, etwa 240 Gäste, waren die Veranstaltungen sogar der Anlass für einen mehrtägigen Aufenthalt in der Region. „Diese Gäste sind die besten Botschafter, die wir uns wünschen können. Sie machen Waldeck-Frankenberg auch überregional bekannt und sind wichtige Multiplikatoren“, freute sich Lemke.

In ihrem Resümee gingen die Veranstalter insbesondere auf die positive Wirkung des Festivals ein. „Der Erfolg strahlt weit über die Region Waldeck-Frankenberg hinaus. Kultur ist nicht nur ein harter Standortfaktor im Sinne vom Umsatz und Wertschöpfung; Kultur stellt im Zusammenhang mit dem Mangel an Fachkräften auch einen sogenannten ‚weichen‘ Standortfaktor dar, denn dadurch kann die Attraktivität unserer Region nachhaltig gesteigert werden“, fasste Deigendesch die Erkenntnisse aus Sicht der regionalen Wirtschaft zusammen. Diese Nachricht kam beim AFK-Vorsitzenden Klaus Gantner und den mehr als 40 Vertretern der Wirtschaft aus dem Altkreis Frankenberg an - schließlich ist das Thema Fachkräftesicherung eine der bedeutsamen Aufgaben, denen sich die Wirtschaft stellen muss.

Im Anschluss nutzten die AFK-Mitglieder die Möglichkeit eines Rundgangs im Landhaus. Ein Flying Buffet als „kulinarische Visitenkarte“ der „Bärenmühle“ rundete den Stammtisch der Wirtschaft ab. (r)

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