Hainaer Tischbeinhaus betreibt kleinen Klosterladen – Erlös für Museumsbetrieb

Kunst und Kräuterlikör

Nette Geschenke für jeden Geschmack: Ursula Spalding und Wilhelm Helbig zeigen das Angebot des Klosterladens in Haina. Foto: Moniac

Haina-Kloster. Um eine Attraktion reicher ist das kleine Tischbeinhaus am Eingang des Geländes der Vitos-Kliniken. Der Verein der Freunde des Klosters Haina betreibt dort den so genannten „Klosterladen“.

„Wir haben nach einer zusätzlichen Einnahmequelle gesucht, damit der Betrieb des Tischbein-Museums aufrecht erhalten werden kann“, sagt Wilhelm Helbig, Schatzmeister des Vereins. Denn auch wenn die Aufsichtspersonen zum großen Teil ehrenamtlich arbeiteten, entstünden doch erhebliche Kosten. An einer regelmäßigen Öffnung des Museums wolle der Verein aber unbedingt festhalten.

Im Erdgeschoss des Tischbeinhauses, bei schönem Wetter auch im Gärtchen davor, ist das Produktangebot anzuschauen. Zu erwerben sind beispielsweise Holztiere, die zur Dekoration oder auch als Türstopper verwendet werden können, sowie Gegenstände für den Haushalt, die in der Schreinerei der Werkstätten von Vitos Haina hergestellt wurden.

Gebrauchskeramik von den Bewohnern von Hof Fleckenbühl bei Cölbe/Schönstadt ist im Angebot, außerdem Wein von der Mosel sowie Honig und andere Bienenprodukte von einem Imker aus der Region.

Der „Klostertropfen“, ein Kräuterlikör, dürfte ebenfalls Abnehmer finden. Die kleinen Fläschchen eignen sich zum Beispiel als Mitbringsel für Touristen.

Von Patienten der Psychiatrie gemalte Bilder und Postkarten konnten schon vor der Existenz des Klosterladens erworben werden. Auch historische Bücher über die Geschichte Hainas und die Malerfamilie Tischbein lagen schon früher für Interessenten bereit. Inzwischen ist der Verkauf gerade der Gemälde kräftig angestiegen – offensichtlich habe es sich herumgesprochen, auf welch ästhetisch hohem Niveau bei zugleich bescheidenem Preis die Bilder gehandelt werden, sagt Wilhelm Helbig. „Wir werden das Angebot weiter ausbauen“, kündigt er an.

Von Marise Moniac

Quelle: HNA

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