Frankenberg

Kunst aus der verlorenen Heimat Bütow

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- Frankenberg. Bürgermeister Engelhard hat die Ausstellung „Einblicke und Ausblicke“ mit Werken des Künstlers Ernst von Domarus eröffnet.

Kunst zwischen Geldautomaten und Anlageberatern? In der Sparkassenfiliale an der Uferstraße ist das nichts Ungewöhnliches. Zum Auftakt der Feier zum 50-jährigen Bestehen der Patenschaft zwischen der Stadt Frankenberg und den Heimatvertriebenen aus dem Kreis Bütow stellt das Institut seit Dienstag Werke des Künstlers Ernst von Domarus in ihren Räumen aus.

Der aus Bütow stammende Maler war 1900 geboren worden, er starb 1977. Seine etwa 800 Arbeiten zeigen vor allem Landschaftsszenen, Stadtansichen, öffentliche Plätze und Menschen, die sinnbildlich für gesellschaftliche Dynamiken stehen.

Von Domarus bediente sich verschiedener Maltechniken. So hat er Pastell-, Kohl- oder Filzstiftzeichnungen geschaffen und sich in Ölmalerei und Collagen geübt. Seine Druckgrafiken schuf er mit Holz- und Linolschnitten, daneben gehören Radierungen und Siebdrucke zu seinem Gesamtwerk. Inspiriert durch die klassische Moderne, sammelte er zahlreiche Eindrücke von seinen Wanderungen durch die Natur unterschiedlicher europäischer Länder. Besonders prägend waren seine Aufenthalte am Mittelmeer, in Deutschland und in Nordeuropa.

Gekonnt verfremdet er durch die Farbauswahl den Ausdruck seines Gegenstandes und spielt mit dem Blickwinkel der Betrachter. Mal wirkt er wie eine Vogelperspektive, ein anderes Mal wie ein Blick von einem hohen Standpunkt aus.

Mehr lesen Sie in der FZ vom Donnerstag, 4. August.

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