Landratswahl in Marburg-Biedenkopf: SPD-Kandidat wirft hin

Will nicht mehr: Michael Richter-Plettenberg.

Marburg. Heftige Turbulenzen bei den Sozialdemokraten im Kreis Marburg-Biedenkopf: Vor der Landratswahl am 8. September müssen die Genossen nun ihren Kandidaten auswechseln.

Dabei wähnten sie sich bereits auf der Siegerstraße: Erstmals seit zwölf Jahren wollten sie wieder den Landrat stellen.

Die Ausgangsposition war gut: Der amtierende Landrat Robert Fischbach (CDU) geht in den Ruhestand. Der christdemokratische Kandidat Marian Zachow - ein erst 33 Jahre alter Pfarrer - ist relativ wenig bekannt. Dagegen schickte die SPD mit dem Amöneburger Bürgermeister Michael Richter-Plettenberg einen Bewerber ins Rennen, mit dem sie weit über die SPD-Anhänger hinaus überzeugen wollte.

Sie soll‘s machen: Kirsten Fründt.

Der Kandidat machte bislang auch eine gute Figur, doch am Dienstag kam der Schock: Richter-Plettenberg zog seine Bewerbung für die Landratswahl zurück. „Die Gründe hierfür liegen ausschließlich in meiner persönlichen Privatsphäre. Sie gehen ausschließlich meine Familie etwas an“, sagte er. Weiter wollte sich der 47-Jährige nicht dazu äußern.

Bereits am Mittwochabend nominierte der Unterbezirksvorstand eine Ersatzkandidatin: Die Marburger Sportamtsleiterin Kirsten Fründt (46) wird das Ruder übernehmen. Die gelernte Gärtnerin und Diplom-Agraringenieurin ist in der Stadt Marburg verankert, wo sie seit Jahren Vorsitzende des mitgliederstarken TSV Ockershausen ist. Seit 13 Jahren arbeitet die Mutter von zwei erwachsenen Töchtern für die Stadtverwaltung.

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Von Gesa Coordes

Quelle: HNA

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