Schwerer verletzt als zuerst angenommen

Nach Unfall: Kutscher mit Blutergüssen im Krankenhaus, Hund operiert

Laisa. Kutscher Mario Gaul, der bei dem schweren Verkehrsunfall mit zwei toten Pferden vorne auf dem Kutschbock saß, ist bei dem Unfall am 30. Januar doch schwerer verletzt worden als zunächst angenommen.

Er befindet sich mittlerweile im Kreiskrankenhaus in Frankenberg, berichtete seine Frau Michaela der HNA. Er habe Schmerzen an den Beinen und Probleme beim Laufen, sagt die Ehefrau. Nachdem ein Mercedes auf der Bundesstraße zwischen Battenberg und Laisa von hinten auf die Kutsche aufgefahren war, war der 43-Jährige vom Kutschbock nach vorne über die Pferde geflogen und im Straßengraben gelandet.

An der Unfallstelle am Donnerstagnachmittag wirkte er zunächst noch unverletzt. Dann hätten sich jedoch große Blutergüsse an den Beinen gebildet. Trotzdem sagt seine Frau: "Zum Glück wurde er nicht schwer verletzt." Der Hund der Familie, der mit auf der Kutsche saß, überlebte den Unfall, könne aber vielleicht nie mehr richtig laufen, berichtet Michaela Gaul. Der Hund war noch am Abend nach dem Unfall in einer Tierklinik in Heskem bei Marburg operiert worden. „Es war ein schrecklicher Unfall“, sagt Michaela Gaul.

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Wie berichtet, hatte sich die Ehefrau des Kutschers an die HNA gewandt, um sich zu den Aussagen der Tierrechtsorganisation Peta zu äußern. Die Tierschützer hatten in einer Pressemitteilung nach dem Unfall ein generelles Kutschenverbot in Waldeck-Frankenberg gefordert und behauptet, Kutschefahren würde der natürlichen Lebensweise von Pferden widersprechen. „Unsere Pferde hatten es gut bei uns", sagt die Laisaerin.

Ein Hund brauche seinen Auslauf, und genauso müsse ein Pferd bewegt werden, findet sie. Ihr Mann sei ein leidenschaftlicher Kutschfahrer und mindestens ein bis drei Mal pro Woche mit den Pferden unterwegs. Jeder habe nun mal ein anderes Hobby, der eine fahre Fahrrad, gehe Joggen oder spiele Tennis – bei ihnen seien es eben die Pferde und das Kutschefahren. „Unsere Pferde waren zum Kutschefahren und zum Reiten da – nicht nur zum Fressen und Scheißen.“

Von Jörg Paulus

Archiv-Video

Quelle: HNA

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