Kutscher sind gegen generelles Fahrverbot

Waldeck-Frankenberg. Die Forderung der Tierrechtsorganisation Peta, Pferdekutschen generell zu verbieten, stößt bei Kutschern im Landkreis auf scharfe Kritik.

„Das ist Schwachsinn“, sagt beispielsweise Karl-Wilhelm Döring aus Marienhagen, der seit 30 Jahren Kutsche fährt.

Kurzclip: Hartmut Reiser zur Sicherheit beim Gespannfahren

Die Fahrer plädieren stattdessen für eine grundlegende Ausbildung von Fahrern und Pferden und eine bessere Ausrüstung. Eine Ausbildung wird von Versicherungen bei einem Unfall in der Regel zwar verlangt, sie ist in Hessen aber nicht gesetzlich vorgeschrieben.

„Man kann kein Pferd nehmen, einspannen und losfahren, das bedarf einer Ausbildung“, sagt Kutschefahrer Hermann Briel. Der Ernsthäuser hat selbst viele Pferde eingefahren. „Es gibt auch welche, die ungeeignet sind, dann muss man notfalls auch mal unterwegs ausspannen.“ Briel fände es sinnvoll, wenn eine Ausbildung für Fahrer Pflicht würde.

„Eine vernünftige Ausbildung für Pferde und Fahrer und verantwortungsbewusstes Fahren können das Risiko minimieren“, findet auch Karl-Wilhelm Döring. Warum es zu dem Unfall an Himmelfahrt in Braunau gekommen sein könnte, wollen er und seine Kollegen „aus der Entfernung“ nicht beurteilen.

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Quelle: HNA

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