Burgwaldnarren in der Ederberglandhalle

Lachtränen und Eroberung der Herzen

Die Burgwaldgarde sorgte mit einem Can-Can für einen klassischen Auftakt der Prunksitzung.

Frankenberg - Mit einer zweieinhalbstündigen Narrenschau haben die Burgwaldnarren am Samstagabend rund 300 Zuschauern in der Ederberglandhalle viel Heiterkeit beschert.

„Klatscht, tobt und lacht, die Show, sie ist nur für euch gemacht“, rief Elferratspräsident Oliver Löw den überwiegend kostümierten Gästen zu. Von Hexen bis Bienen, von Schlümpfen bis Clowns reichte die Vielfalt der Verkleidungen.

Mit einem klassischen Can-Can hatte die neunköpfige Burgwaldgarde in blau-weißenKostümen nach dem Einmarsch des Elferrats den närrischen Reigen eröffnet. Harald Lauterbach als Ausrappler zog die Frankenberger Kommunalpolitik „durch den Kakao“. Dafür erhielten er und seine Karnevalisten von Löw den Jahresorden der Förderation europäischer Narren.

Thema: Bürgermeisterwahl

Von der Bürgermeisterwahl bis zum „Straßenstrich“ der Sternstraße griff Lauterbach die Schlagzeilen der vergangenen Monate auf. Er kritisierte die Wiedereröffnung der Bahnstrecke und schlug vor, das Bahnhofsgebäude abzureißen. Auch die Burgwaldspatzen Herbert Schaffer, Charly Wendt, Hermi Porsch und Gerhard Patzer griffen das Einkaufszentrum „Frankenberger Tor“ und die Bürgermeisterwahl musikalisch auf. Zuvor begeisterten sie mit rhythmischen Bewegungen zum Gangnam-Style.

Als Ornithologe stieg Sigi Nakowsky in die Bütt. Statt Fernglas hatte er ein Kuscheltier dabei und deutete viele Sprichwörter: „Vögel und Menschen sind seelenverwandt“, lautete sein Fazit. Als Gardemädchen sorgte Heidi Chaborski für wahre Lachsalven im Saal. „Trinkfreudig, knutschfest und top wasserdicht“ lautete ihr Werbespruch.

Freudentränen schossen den Besuchern beim Auftritt von Oliver Löw als Braut und Hermi Porsch als Bräutigam in die Augen. „Pfarrer“ Karl-Heinz Bornscheuer wollte die Trauung vollziehen, plötzlich tauchte die bisher unbekannte Tochter Verena Löw auf. Im anschließenden Streitgespräch des Paares fanden sich viele Frankenberger Persönlichkeiten wieder.

Gesang von Klein und Groß

Die Karnevalssitzung wurde auch durch Live-Gesang geprägt. „In der Eder“ sangen die jüngsten Karnevalisten. Joel Bossert sowie Sina und Mattis Lauterbach eroberten in Ritterkostümen die Herzen der Zuschauer. Ihre erwachsenen Gesangs-Kolleginnen Petra, Kim und Jaqueline Messner begeisterten mit einer 20-minütigen Abba-Show und kamen nach gewaltigem Applaus nicht ohne Zugabe von der Bühne: „Thank you for the music“ erklang.

Gewohnt ausdrucksstark präsentierten sich die Tanzgruppen der Burgwaldnarren. Die „Candygirls“ zeigten ihren Elfentanz, den Svenja Hayrapedian, Susi Petter, Nancy Lange und Jasmin Müller einstudiert hatten. Die Gruftie-Garde ließ Prominente im Himmel wieder lebendig werden. Karl-Heinz Bornscheuer als Marilyn Monroe und Steffen Müller als Michael Jackson tanzten in den Hauptrollen. Gewagte Kostüme trugen die „Boys and Girls“ der gemischten Garde bei ihrem „Höllentanz“. Carmen Klem, Andrea Scholl und Thorsten Quaiser hatten die Choreografie einstudiert.

Tänzerischer Höhepunkt

Tänzerischer Höhepunkt war der Auftritt der großen Garde „Wild Flames“ in Skelett-Kostümen mit dem Titel „Nightmare before X-Mas“. Meike Wagener und Christian Gronau aus Sehlen traten mit einem Burlesque-Tanz der 1920er-Jahre auf. Dem Applaus folgte eine Zugabe.

Zum Finale sangen die Burgwaldnarren ihre Hymne „Für alle unsre Freunde“. Die Bandmitglieder Michael Zilcher, Kerstin Böttcher und Jörg Gunst sorgten für Tanz und Unterhaltung.

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