Laisa feiert an Ostern wieder den „Rückers“

+
Auf dem Dach des Heimatmuseums: Der „Rückers“, die Symbolfigur des Laisaer Festes, wird ab dem 9. März wieder in der Dorfmitte thronen.

Laisa. In Laisa dreht sich derzeit alles um das Rückersfest. Das traditionelle Fest, das nur alle sieben Jahre gefeiert wird, findet zwar erst Ende März statt, nämlich wie immer an Ostern, die Vorbereitungen laufen aber schon auf Hochtouren.

Schon am 9. März – auch das ist Tradition – beginnt das Fest mit dem „Rückersstecken“. An diesem Abend kommt die Symbolfigur – ein Fünfer-Pferdegespann aus Holz mit Bauer und Knecht – auf das Dach des Heimatmuseums. Und in den drei Wochen vor dem Fest laden die Laisaer zu weiteren Veranstaltungen ein, um auch die Nachbarorte auf das große Fest einzustimmen.

„Wir wollen die Region stärker am Rückersfest beteiligen“, sagt Jörg Paulus, Ortsvorsteher und Vorsitzender des Festausschusses. „Solche Fruchtbarkeits- und Frühlingsfeste gab es früher wahrscheinlich in jedem Dorf.“ Mit der Übersetzung des „Rückers“ als Frühlingsbrauch ist es aber nicht getan. Das Fest, das vermutlich aus heidnischer Zeit stammt, in der man noch an Götter wie Wodan, Thor und Freya glaubte, hat einen nicht ganz einfachen Hintergrund.

Dazu gehört auch, dass die ledigen Mädchen unter den jungen Männern des Dorfes versteigert werden. „Das alles kann man den Gästen nicht erst erklären, wenn sie an Ostern zu uns kommen“, sagt Paulus. Deshalb wollen die Laisaer schon mit Veranstaltungen im Vorfeld auf das Fest und seine Bedeutung hinweisen.

Mehr lesen Sie in der gedruckten Donnerstagsausgabe der HNA Frankenberger Allgemeinen.

Quelle: HNA

Kommentare