Land stellt Bedingung für Zuschüsse: Bürgerhäuser sollen in Vereinshand

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Es gibt schon positive Beispiel: Im Ortsteil Simtshausen haben Vereine bereits die untere Etage des Bürgerhauses übernommen.

Münchhausen. In einer Bürgerversammlung hat Münchhausens Bürgermeister Peter Funk (parteilos) bei den Vereinen für die Übernahme der Bürgerhäuser geworben. Der Hintergrund: In der Dorferneuerung wird die Sanierung von Bürgerhäusern nur dann noch gefördert.

Drei Münchhäuser Ortsteile sind derzeit in der Dorferneuerung: Simtshausen, Oberasphe und Wollmar. Und alle drei wollen Verbesserungen an ihren Bürgerhäusern vornehmen. Das Land Hessen fördert solche Vorhaben aber nur noch, wenn die Häuser anschließend nicht in der Trägerschaft der Gemeinde bleiben, erläuterte Funk.

„Die anderen Ortsteile von Münchhausen sollten schon aus Solidarität überlegen, ob das bei ihnen nicht auch möglich ist“, meinte Funk. Die beiden übrigen Häuser in Münchhausen und Niederasphe wurden bereits 2000 und 2003 saniert.

Vor rund 50 Interessierten berichtete der Vorsitzende des Fördervereins „Unser Dorf Burgholz“, Hermann Engst, wie in dem 390-Seelen-Ort die Bewirtschaftung des DGH durch den Förderverein funktioniert. Der Verein ist seit 2009 für die Strom- und Wärmekosten, die Reinigung sowie die Belegung des Hauses allein verantwortlich, berichtete er. „Das hat den Vorteil, dass wir der Herr im eigenen Haus sind und entscheiden können, was dort passiert und was eben nicht passiert.“

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Von Martina Koelschtzky

Quelle: HNA

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