Mit Rotkraut und Apfelfüllung

Landfrau Gudrun Paulus verrät Rezept für klassischen Gänsebraten

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Verrät ihr Gänse-Rezept: Gudrun Paulus aus Viermünden.

Frankenberg. Für viele Menschen in der Region gehört der Gänsebraten zu Weihnachten, wie der Christbaum und die Geschenke. Dabei gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, das Geflügel zuzubereiten.

Landfrau und Hobbyköchin Gudrun Paulus verrät den Lesern der HNA ihr Rezept für Gänsebraten mit selbst gemachtem Rotkraut.

Am Wichtigsten sei eine gute Gans, sagt Gudrun Paulus. „Tiefkühlgänse sind nicht so schmackhaft wie frische“. Und: „Man braucht Zeit“. Drei bis vier Stunden sollte man für die Zubereitung einplanen.

Zu Beginn wäscht Gudrun Paulus die Gans ab, putzt sie trocken und entfernt die Fett-Drüse. Danach werden vier Äpfel geschält, in Stücke geschnitten und mit Thymian vermischt. Nachdem die Gans von innen mit Salz und Pfeffer eingerieben ist, wird sie mit den Äpfeln gefüllt. Anschließend wird die Öffnung mit Spießchen verschlossen, die Flügel werden unter den Rücken gesteckt. Die Keulen können mit Küchengarn zusammengebunden werden.

Auf einem Rost mit untergestellter Fettpfanne wird die Gans in den Backofen gegeben und etwa 125 Milliliter Wasser angegossen. Etwa dreieinhalb Stunden wird die Gans im Ofen gegart (Elektroherd: 200°C, Umluft: 175°C, Gas: Stufe 2-3). Zwiebeln, Möhren und Porree schneidet Gudrun Paulus klein und gibt sie nach etwa 30 Minuten zum Anrösten in die Fettpfanne. Nach und nach werden Fond und ein halber Liter Wasser angegossen. Auch die Gans sollte ab und zu mit dem Fond übergossen werden.

Als besondere Beilage empfiehlt Gudrun Paulus selbst zubereiteten Rotkohl. Dazu wird der Kohlkopf gesäubert und in feine Streifen gehobelt. Mit zwei grob gewürfelten Zwiebeln wird er in Butterschmalz angedünstet. Anschließend werden 200 Milliliter Wasser zugegossen, zwei gewürfelte Äpfel zugegeben und gewürzt. Zugedeckt muss der Rotkohl 50 Minuten garen, bevor er mit Gelee, Salz und Pfeffer abgeschmeckt wird.

Als besonderen Tipp rät Gudrun Paulus, die Gans in den letzten zehn Minuten mit Salzwasser einzupinseln und bei höchster Hitze zu braten. „So wird sie schön knusprig“, sagt die Landfrau.

Nachdem die Gans aus dem Ofen genommen und warm gestellt ist, wird der Fond durchgesiebt und gut entfettet. Den Bratensatz löst Gudrun Paulus mit 125 Millilitern Wasser, gibt ihn dazu und kocht es auf. In Wasser angerührtes Mehl wird mit dem Fond verrührt, aufgekocht und fünf Minuten geköchelt. Anschließend wird die Soße abgeschmeckt und eventuell mit etwas Sahne verfeinert. Dazu empfiehlt Gudrun Paulus Salzkartoffeln oder Klöße.

Die Zutaten (Rezept für 6-8 Personen)

• eine Gans (4,5-5kg)

• 6 säuerliche Äpfel

• 1-2 TL Thymian, Salz, Pfeffer

• 4 Zwiebeln

• 1 Möhre

• 1 kleine Lauchstange

• 500 ml Geflügelfond oder Hühnerbrühe

• ein Kopf Rotkohl (ca. 2 kg)

• 40 g Butterschmalz

• 4-5EL Rotweinessig

• 1/4 l Apfelsaft

• 1-2 Lorbeerblätter

• 4-5 Nelken

• 3-4 EL Johannisbeergelee

• 2-3 EL Mehl

• eventuell 5 EL Sahne

• Holzspieße, Küchengarn

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Quelle: HNA

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