Viermündener Feuerwehr feiert 55-jähriges Bestehen

Landfrauen geben Festzug „Farbe“

Die Gründungsmitglieder der Viermündener Feuerwehr wurden beim Festkommers zum 55-jährigen Bestehen geehrt; von links: Gerhard Schöneweiß, Wehrführer Ralf Spalding, Heinz Freund, Helmut Bock, Horst Röhle, Wilhelm Isgen, Heinrich Paulus, Vorsitzender Steph

Frankenberg-Viermünden - Insgesamt 30 Gruppen mit über 500 Teilnehmern zogen am Samstag durch die Dorfstraßen zum Festzelt, wo die Freiwillige Feuerwehr ihr 55-jähriges Bestehen feierte.

Fast alle Feuerwehren aus Frankenberg, Burgwald und weiteren Nachbardörfern beteiligten sich am langen Festzug. Vorne vorweg marschierten die jüngsten Viermündener Brandschützer, die Mini-Feuerwehr. Es folgten die Ehrenmitglieder und Ehrengäste, darunter Bürgermeister Rüdiger Heß, Landtagsabgeordneter Reinhard Kahl und Stadtbrandinspektor Martin Trost. Der Röddenauer Feuerwehr-Spielmannszug unter der Leitung von Friedhelm Paulus und der Musikzug der Bad Wildunger Feuerwehr, dirigiert von Frank Parlow, sorgten für die passenden Marschmusik im Festzug.

Auch die Viermündener Vereine waren vertreten: Sportler, Sänger und die Landfrauen, die in bunten Kostümen die Kasseler Kunstausstellung „documenta“ als Motto ausgewählt hatten. Ob in Reiteruniformen, als Bienen oder Fruchtzwerge, die Frauen waren der Blickfang im Festzug. Der aus zwei Männern bestehende „Kleinste Verein“ Viermündens fehlte nicht.

Mit einem „historischen Löschzug“ auf einem alten Leiterwagen fuhr der Motorradclub Edertal mit. Aus dem Nachbardorf Sachsenberg waren der Landfrauenverein, der Festausschuss zur 750-Jahr-Feier und der Motorsportclub vertreten. Die Frankenberger THW-Gruppe hatte auf einem Lastwagen viel erfrischendes Wasser geladen.

Nach dem Aufspielen der beiden Kapellen im Festzelt blickte Feuerwehr-Vorsitzender Stephan Sommerlad auf 55 Jahre Feuerwehrgeschichte zurück. Derzeit zählt die Wehr 180 Mitglieder, davon 35 Aktive in der Einsatzabteilung (FZ berichtete ausführlich).

Sommerlad ehrte Gründungsmitglieder mit einer Flasche Wein: Alfred Pfingst, Wilhelm Isgen, Helmut Bock, Heinrich Paulus, Horst Röhle, Gerhard Schöneweiß, Heinz Freund und Gerhard Battefeld.

Heß lobte den ehrenamtlichen Einsatz der Brandschützer für die Allgemeinheit und verurteilte die anonyme Kritik nach dem Brand an Heiligabend 2011 in Viermünden. „Zweifelt nicht an eurer Arbeit“, rief er den Feuerwehrleuten zu. Er hob das hohe Maß an Idealismus, Opferbereitschaft und Zusammengehörigkeitsgefühl hervor.

Ortsvorsteher Matthias Armand lobte die Jugendarbeit der Feuerwehr, Kreisfeuerwehrverbandsvorsitzender Manfred Hankel stärkte den Ortsteilfeuerwehren zur Sicherstellung des flächendeckenden Brandschutzes den Rücken. Ein Grußwort sprach Stadtbrandinspektor Martin Trost. Nach dem Festakt sorgte die „No-Limit-Band“ für Unterhaltung.

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