2013: 8090 Menschen zogen in den Kreis

Landkreis macht wieder Plus bei Zuzüglern - aber mit Asylbewerbern

Waldeck-Frankenberg. Erstmals seit vielen Jahren sind im vergangenen Jahr mehr Menschen nach Waldeck-Frankenberg gezogen als den Landkreis dauerhaft verlassen haben. Das geht aus Daten des Statistischen Landesamts hervor, die der Landkreis veröffentlicht hat.

2013 kamen laut der Statistik 8090 Menschen in den Landkreis, 7957 verließen ihn. Somit hat Waldeck-Frankenberg innerhalb des Jahres beim Zuzug ein Plus von 133 gemacht. In den vier Jahren zuvor war die Statistik negativ: 2012: minus 166; 2011: minus 505; 2010: minus 476; 2009: minus 738.

Dabei muss man aber berücksichtigen: In die Statistik gehen auch die Asylbewerber ein, die dem Kreis zugewiesen wurden und deren Zahl seit 2013 deutlich gestiegen ist. Dies musste der Landkreis auf HNA-Nachfrage zugeben. Aktuell leben in Waldeck-Frankenberg rund 800 Asylbewerber.

Landrat Dr. Reinhard Kubat zeigt sich über die Entwicklung der Zuzugs-Zahlen erfreut. „Wir werden seit vielen Jahren in negativen Prognosen schlechtgeredet. Nun zeigt sich, dass Waldeck-Frankenberg mehr Zuwanderung erzeugen kann als Abwanderung.“ Das sei ein eindeutiger Beleg für die Attraktivität der Region als Raum zum Leben und Arbeiten.

Der Bevölkerungsverlust im Kreis insgesamt könne wegen der höheren Zahl der Sterbefälle im Vergleich zu den Geburten zwar nicht vollständig gestoppt, aber doch verlangsamt werden.

Und der Kreis tue einiges, um für junge Leute, Familien und Fachkräfte attraktiv zu sein: Allianz gegen Fachkräftemangel, Ausweitung des Bildungsangebots, insbesondere für Hochschulabschlüsse, etwa mit den Standorten der TH Mittelhessen. Verbesserung der Kinderbetreuung, Verbesserung der Breitbandversorgung oder des Öffentlichen Personennahverkehrs.

„Insgesamt hat Dr. Kubat das Thema der Entwicklung des ländlichen Raumes mit hoher Priorität versehen“, teilte der Kreis mit. (jpa)

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Quelle: HNA

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