„Man muss Geduld haben"

Landrat Kubat im Redaktionsgespräch: "Erfolge sind wichtig"

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Im HNA-Redaktionsgespräch: Landrat Dr. Reinhard Kubat hat im Gespräch mit den Redakteuren Matthias Müller und Jörg Paulus über aktuelle politische Themen im Landkreis gesprochen.

Waldeck-Frankenberg. In Waldeck-Frankenberg wird am 5. Juli der Landrat gewählt. Amtsinhaber Dr. Reinhard Kubat (SPD) tritt dann gegen Karl-Friedrich Frese (CDU) an.

Die HNA hat zunächst mit Kubat über Erreichtes und seine Ziele gesprochen.

„Man muss Geduld haben, es geht nicht alles von heute auf morgen", sagt Dr. Reinhard Kubat. Er meint die Reaktivierung der Bahnstrecke Frankenberg-Korbach. Der Satz könnte aber auch allgemein für die Arbeit des Landrats stehen, der zwar schon einige Erfolge für sich verbucht, aber eben noch nicht alles erreicht hat, was er seit 2010 begonnen hat. Deshalb tritt er am 5. Juli zur Wiederwahl an. „Du musst Dir ein dickes Fell aneignen, wenn Du Ziele verfolgst“, sagt Kubat im Redaktionsgespräch mit der HNA.

„Die Reaktivierung der Bahnstrecke ist einer der ganz großen Erfolge für mich“, sagt Kubat. Auch wenn das Thema in der Bevölkerung immer noch strittig sei, sei es eine wichtige Infrastrukturmaßnahme im Landkreis. Generell sei die Stärkung des ländlichen Raums eine dauerhafte Aufgabe, sagt der Landrat und nennt auch die ärztliche Versorgung, schnelles Internet und Ortsumgehungen. „Auch deshalb möchte ich weitermachen“, sagt Kubat. „Es ist wichtig, Erfolgserlebnisse zu haben.“

Die Bahnstrecke, die Ganztags- und U3-Betreuung, das Hospiz und die Neuausrichtung der EWF als Energieversorger im Landkreis könne er als erledigt abhaken. Andere Dinge seien mit einer Legislaturperiode ja nicht zu Ende. „Die erneuerbaren Energien müssen wir voranbringen - aber mit Augenmaß und Rücksicht auf Bevölkerung und Tourismus.“

Die rund 1000 Flüchtlinge, die der Landkreis für dieses Jahr erwarte, sieht der Landrat auch als Bereicherung und Chance für die Region. „Vor allem viele Syrer kommen aus der akademischen Elite. Die können wir einbinden, wenn wir es geschickt hinkriegen.“ Bei der Zuteilung der Flüchtlinge würden alle Gemeinden gleich behandelt, nachdem sich Kreis und Kommunen auf ein neues System geeinigt hätten. „Wir mussten da auch erst lernen.“ Der Landkreis trage pro Flüchtling und Monat - nach Abzug von Zuschüssen - derzeit 200 Euro der Kosten selbst.

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Quelle: HNA

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