"Jeder Tag zählt"

Landratswahl: Unterwegs im Wahlkampf mit Kandidat Frese

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Mit dem Edersee im Rücken: CDU-Kandidat Karl-Friedrich Frese (erste Reihe, 4. von links) mit Ehefrau Regine (links daneben in der roten Jacke), Parteifreunden, Mitgliedern der Jungen Union und weiteren Unterstützern beim Auftakt für die heiße Wahlkampfphase auf der Halbinsel Scheid.

Waldeck-Frankenberg. Amtsinhaber Dr. Reinhard Kubat (SPD) tritt bei der Landratswahl am 5. Juli gegen Karl-Friedrich Frese (CDU) an. Die HNA begleitet beide im Wahlkampf. Heute: Frese und die CDU am Edersee.

Waldeck-Frankenberg. Hier oben, mit Blick auf die Schar seiner Unterstützer, den Edersee und Schloss Waldeck, spürt Karl-Friedrich Frese Rückenwind. „Der Wechsel ist unbedingt nötig - und er ist möglich“, ruft der CDU-Landratskandidat ins Mikrofon. Und jene, die an diesem lauen Juniabend auf der Anhöhe der Halbinsel Scheid seiner Rede lauschen, applaudieren dem Mann, der Amtsinhaber Dr. Reinhard Kubat ablösen will.

150 Gäste sind gekommen und sitzen bei Bratwurst und Getränken an Bierzeltgarnituren vor einer neuen Almhütte: viele Gesichter aus Parlamenten vom Bundestag bis zur Gemeindevertretung, CDU-Parteifreunde aus dem gesamten Kreis. Junge Menschen tragen T-Shirts, auf denen „Frese wählen“ steht, auch Vertreter von FDP und FWG sind da.

„Auftaktfeier für die heiße Wahlkampfphase“ hat die CDU den Abend überschrieben. Entsprechend schwört Kreisvorsitzender Armin Schwarz die Anhänger ein: „Es sind noch 33 Tage, jeder Tag zählt.“ Dann attackiert er den amtierenden Landrat: „Wir können es uns nicht leisten, weiter bei wesentlichen Baustellen Geld zu versenken“, ruft Schwarz - und sagt mit Blick auf Kubats Wahlkampf vor sechs Jahren: „Da tritt ein parteiloser Gutmensch mit dem ambitionierten Ziel an, dem Amt die Würde zurückzugeben.“ Und dann komme als Erstes „die Umsetzung einer Lüge, der Parteilose wurde drei Tage nach der Wahl Mitglied der SPD“. In der Bevölkerung gehe bei dieser Wahl der Trend nun in Richtung Frese, sagt Schwarz: „Mein Eindruck ist, dass die Stimmung kippt.“

Jörg Feldmann tritt ans Mikrofon, als Bürgermeister von Waldeck hat er quasi ein Heimspiel. Er müsse in seinem Amt neutral sein, schickt er vorneweg, kritisiert dann die Zusammenarbeit des Landkreises mit den Kommunen, spricht von „Beamtenmikado“ und davon, dass er Frese „ganz persönlich als Jörg Feldmann“ die Daumen drücke. Der Kandidat, Bürgermeister von Bromskirchen, nimmt den Ball auf. Er und Feldmann wüssten noch, wie eine Baugenehmigung aussehe. „Die Chefs in der Kreisverwaltung wissen das nicht mehr“, sagt Frese. Er nennt Kubats bisherige Amtszeit „fünf verlorene Jahre“ für Waldeck-Frankenberg. (mam)

Was Frese im Wahlkampf noch kritisiert und verspricht, lesen sie in der gedruckten Donnerstagsausgabe der HNA Frankenberger Allgemeine.

Quelle: HNA

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