Laubentfernen kostet Kommunen viel Geld

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Stefan Kettenbach beim Laubentfernen in Frankenberg.

Waldeck-Frankenberg. Herbstzeit, Laubzeit. Das bedeutet Kosten in Höhe von mehreren zehntausend Euro für Städte und Gemeinden im Landkreis. Friedhelm Schmidt, Leiter des Bauhofs Korbach, schätzt die Kosten in der Stadt allein für die Laubentfernung auf 20.000 Euro.

Diese errechneten sich aus den 600 Arbeitsstunden, welche die Mitarbeiter des Bauhofs nur für die Laubarbeit ableisteten.

Schmidt sagt, die Stadt nehme einen geringen Betrag auch wieder ein: Korbach gibt Teile des Laubs für wenig Geld an einen ansässigen Bauern ab. Der Rest verrottet. Auf den natürlichen Zerfall setzen auch Bad Wildungen, Bad Arolsen und Frankenberg. „Wir sammeln das Laub ein und lassen es verrotten“, erklärt Martin Hecker, Betriebshofleiter Frankenberg. Die dabei entstehende Komposterde werde wiederverwendet. Hecker schätzt die Erde im gepressten Zustand auf etwa 15 Kubikmeter. Das entspricht einem großen Container.

Die Menge an Laub in Bad Wildungen, das den größten Kurpark Europas besitzt, beträgt über 100 Tonnen, berichtet Karl-August Mangel, stellvertretender Bauhofsleiter. „Bei einem trockenen Herbst hat das Laub nur halb so viel Gewicht“, relativiert Mangel. Auch Wilhelm Müller von der Stadtgärtnerei Bad Arolsen sagt: „Es sind schon Massen, die da anfallen.“ Müller benennt drei Gründe für die Entsorgung: Schutz der Rasenflächen, Unfallgefahr sowie Schädlingsbekämpfung.

Bis zu 20 Personen gleichzeitig schaffen in den Städten das Laub weg. Alle Betriebe berichten, dass sowohl mit Laubbläsern, als auch noch mit Hand und Rechen eingesammelt wird. „Das ist mitunter richtig schwere körperliche Arbeit“, weiß Müller. Die Zeit der Laubarbeit dauert von Anfang Oktober bis Ende des Jahres. (hof)

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Quelle: HNA

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