Tuning-Treffen in Bottendorf

Laute Bässe und glänzende Autos

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Tuning der etwas anderen Art. Daniel Schwartz hat seinen VW-Polo als „Ratte“ aufgemotzt. Dabei kann er seiner Kreativität freien lauf lassen.

Burgwald-Bottendorf - Ein Auto kann ein Blickfang sein, doch manchen positiv Verrückten ist der pure Blickfang eines Serienwagens nicht genug. Sie beginnen zu schrauben und zu basteln, bis ihr Auto den eigenen Wünschen genügt. Am Wochenende traf sich die Tuninggemeinde in Bottendorf, um ihre "Schätzchen" zu präsentieren.

Das Tuning-Treffen „Fast and Sound“ in Bottendorf fand am Wochenende erst zum dritten Mal statt und es hat den Anschein, als würde sich das Treffen in der Tuning-Szene immer mehr etablieren. Ein Blick auf die Teilnehmer legt dies zumindest nahe, denn nicht nur Schrauber aus der Region nahmen Teil, nein, aus dem gesamten Bundesgebiet reisten die Tuner an. Jana und Alex sind beispielsweise aus Baden-Württemberg in den Burgwald gereist. Aber auch aus München, Hamburg oder Chemnitz kommen die Schrauber. „Wir hoffen, dass wir 400 Teilnehmer zusammenkriegen“, sagt Mandy Ernst vom Organisationsteam, aber auch mit 300 sei sie zufrieden, denn das Ziel der Veranstalter liege darin, sich jedes Jahr ein bisschen zu steigern. 330 Tuner waren es am Sonntagnachmittag. Zur stetigen Steigerung der Besucherzahlen hat wohl auch der erstmals ausgelobte U21-Wettbewerb beigetragen, der bereits am Samstag stattfand. Ein Wettbewerb, der für Auszubildende und Studenten ausgelegt ist, die beim verschönern ihrer Autos mit einem geringeren Budget zurechtkommen müssen.

Fortgeschrittene Schrauber und Neulinge

Bei den Tunern herrschte große Vielfalt. Domenic Fitz aus Altenstadt trat mit seinem Skoda Rapid in der U21-Klasse an. Sein Motto: „Weniger ist mehr“, ist dem Fahrzeug sofort anzusehen. Schwarze Felgen und strahlend weiße Karosserie fallen ins Auge, aber das Highlight an seinem Wagen ist Airride, mit dem er die Karosserie per Knopfdruck um mehrere Zentimeter anheben kann. Dass es aber auch anders geht zeigt Daniel Schwartz aus Hallenberg, der es mit seinem extravaganten Stil sogar in die V.I.P.-Klasse geschafft hat. Beim ihm muss es nicht immer Hochglanz sein, denn sein VW-Polo fällt unter die Kategorie „Ratte“. Da wird die Innenseite der Tür auch mal mit Bettwäsche verkleidet, das Armaturenbrett zieren zahlreiche Figuren und sogar ein Stifthalter. Außen am Auto reiht sich Aufkleber an Aufkleber. „Das ist meine Freiheit was zu machen“, sagt Schwartz der seinen Polo jeden Tag fährt.

Nicht um Aussehen sondern um die Lautstärke ging es beim Dezibel-Wettbewerb. Bei manchem Teilnehmer kamen dort schnell mehrere 1000 Watt zusammen, was zu schnell zu Dezibelzahlen jenseits der 100 führt. Eben ganz getreu dem Festival Namen „Fast and Sound“.

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