Frankenberg

Lebendig, mitreißend, charakteristisch

+

- Frankenberg (ahi). Mit knackigen Bläsersätzen, befeuert von federnden Drum-Beats und klassischen Filmhits begeisterte Wil Saldens „Glenn Miller Orchestra“ Swing-Fans aus allen Generationen in der Ederberglandhalle.

Ausgangspunkt und offizielle Endstation der musikalischen Reise durchs swinging Glenn-Miller-Land bildete die „Moonlight-Serenade“. Und als der samtige Saxofon-Sound zum zweiten Mal verklang, waren die Zuhörer begeistert vom abwechslungsreichen Programm mit vertrauten Favoriten, noch nie gehörten Arrangements der Klassiker und etlichen komischen Showeinlagen, wie dem Posaunenquartet mit den Dämpfern als Kopfbedeckung; und doch ein wenig verwundert, denn Glenn Millers musikalisches Markenzeichen schlechthin fehlte noch: „In the Mood“.

Als endlich die charakteristische Tenorsaxfanfare ertönte, brach ein mitreißendes Spektakel über die Zuhörer herein, denn nach dem Ballett des Saxofonquintetts an der Rampe hielt es die Posaunisten nicht länger auf dem Podium. In Zweiergruppen zogen die Musiker durch die Reihen und nahmen zwischendrin für ein paar Züge auf einem der freien Sitze Platz, vor dem Aufbruch zum großen Finale vor der Bühne. Entsprechend hingerissen waren die Kommentare auf dem Weg zum Parkplatz. Zum Besuch überredete Zuhörer bedankten sich begeistert bei ihren Freunden. Die zweite Zugabe geriet zum Gipfel einer durchweg gelungenen Vorstellung in Sachen satter Bläsersound und ausgefeilter Bigbandchoreografie, die erst gar keinen statischen Blechblock zuließ. Denn die Musiker waren auch zuvor ständig in Bewegung, nicht nur bei den spektakulären Schwenks, die jeder mit der Eröffnung von „In the Mood“ in Verbindung bringt.

Mehr lesen Sie in der FZ vom Freitag, 22. Juli

Kommentare