Lob für Lebensretter Kernetzky und Ernst: Ehrung des Landes Hessen

Anerkennung: (vorne, von links) Herman Kernetzky aus Allendorf-Hardtberg und Maik Ernst aus Bottendorf sind von Staatssekretär Mark Weinmeister (rechts) mit einer Urkunde ausgezeichnet und öffentlich belobigt worden. Mit im Bild: Allendorf-Hardtbergs Ortsvorsteher Dirk Michel (links) und der Frankenauer Bürgermeister Björn Brede. Foto: Battefeld

Frankenau/Bottendorf. Weil sie einen jungen Mann vorm Ertrinken im Wolkersdorfer Teich bei Bottendorf gerettet haben, erhielten Herman Kernetzky aus Allendorf-Hardtberg und Maik Ernst aus Bottendorf eine Auszeichnung vom Land Hessen.

Staatssekretär Mark Weinmeister überreichte den beiden jungen Männern in Frankenau eine vom Hessischen Ministerpräsidenten Volker Bouffier unterschriebene Ehrenurkunde und würdigte ihren beherzten Einsatz mit einer öffentlichen Belobigung.

„Dass es Sie beide gibt, ist ein Glücksfall gewesen für einen jungen Menschen“, betonte der Europastaatssekretär und erinnerte an den Vorfall vom 1. Mai 2013, als ein damals 16-Jähriger im Wolkersdorfer Teich zu ertrinken drohte. Wie bereits ausführlich berichtet, hatten der 20-jährige Allendorf-Hardtberger Herman Kernetzky und sein 23-jähriger Freund Maik Ernst aus Bottendorf den bereits bewusstlosen Jugendlichen aus dem Wasser gezogen und ihm mittels Beatmung und Herzdruckmassage das Leben gerettet.

„Sie haben - ohne darüber nachzudenken - das gemacht, was gemacht werden muss“, lobte Weinmeister und sagte abschließend: „Ich glaube, die Familien können sehr stolz darauf sein, was ihre Söhne, Brüder oder Freunde geleistet haben.“ Der Frankenauer Bürgermeister Björn Brede ergänzte: „Da sind die richtigen Werte vermittelt worden.“

Zur Feierstunde in den Frankenauer Hof war auch die CDU-Landtagsabgeordnete Claudia Ravensburg gekommen, die nach eigener Aussage selbst eine Ausbildung zur Rettungsschwimmerin durchlaufen hat. „Ich habe absoluten Respekt davor, weil das nicht selbstverständlich ist, dass man dann handelt. Sie sind ein Vorbild für viele andere, die das theoretisch gelernt haben, aber - wenn es gilt - doch lieber in der zweiten Reihe stehen bleiben.“

„Hut ab“, formulierte ebenfalls der Ortsvorsteher von Allendorf-Hardtberg, Dirk Michel. Er hatte damals Herman Kernetzky als Träger des Frankenauer Rings vorgeschlagen, den er im Dezember 2013 auch erhalten hatte. „Das, was ihr da geleistet habt, ist eine ganz, ganz tolle Sache.“

Von Susanna Battefeld 

Wie der Staatssekretär die beiden Lebensretter noch würdigte, lesen Sie in der gedruckten Samstagsausgabe der HNA Frankenberger Allgemeine

Quelle: HNA

Kommentare