Brandschutzerziehung im Laisaer Kindergarten

Lehrreiche Stunden bei der Feuerwehr

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Battenberg-Laisa - Warum Feuer gefährlich ist, haben die Kinder des evangelischen Kindergartens aus Laisa von der Feuerwehr erfahren - für sie war dies ein lehrreiches Abenteuer.

Ein Feuerwehr-Frühstück bildete den Abschluss der Brandschutzerziehung im evangelischen Kindergarten. Die Jungen und Mädchen und ihre Eltern trafen sich dazu mit einigen Aktiven der Laisaer Feuerwehr im Gerätehaus der Brandschützer.

An zwei Nachmittagen hatten die fünf- und sechsjährigen Mädchen und Jungen zuvor im Feuerwehrhaus mit dem Wehrführer Klaus-Dieter Arnold und seinem Stellvertreter Norbert Naumann gelernt, welche Ursachen ein Feuer haben kann. So ist das spielen mit Streichhölzern und Feuerzeug gefährlich - das wissen sie jetzt. Auch vergessene Bügeleisen, Heizdecken, Kerzen und defekte Elektrogeräte können einen Brand verursachen.

Die Kinder lernten, wie sie sich beim Brandausbruch richtig verhalten. Die Brandschützer erklärten den Kindern, dass Fenster und Türen des brennenden Zimmers zu schließen sind, damit nicht frischer Sauerstoff die Flammen auflodern lässt. Sie erfuhren, dass sie das Zimmer verlassen müssen und dass sie dem Brandrauch am besten gebückt oder kriechend entgehen können, weil direkt am Boden noch atembare Luft und bessere Sicht vorhanden sind. Die Kinder sollen anschließend sofort einen Erwachsenen verständigen, damit dieser Hilfe holt. Falls niemand zu finden ist, sollen die Kinder unter der Notrufnummer 112 einen Notruf richtig abzusetzen: Was beim Notruf zu beachten ist und was die Kinder dabei wissen und mitteilen sollen, wurde in allen Einzelheiten geübt.Sie lernten auch den Umgang mit offenem Feuer: Jedes Kind durfte mit einem Streichholz eine Kerze anzünden, das Streichholz löschen und in einem Aschenbecher ablegen. Anschließend galt es, die Kerze wieder auszublasen.

Vorführung gegen Furcht

Die Kinder lernten auch die Schutzkleidung der Feuerwehr kennen, damit Sie im Ernstfall keinen Schrecken vor den Feuerwehrleuten bekommen. Gerade die Atemschutzgeräteträger mit ihren Atemmasken vor dem Gesicht und den Atemschutzgeräten auf dem Rücken sind für viele der Kleinen furchterregend - wenn sie den Anblick nicht kennen. Nach dem Feuerwehr-Frühstück kam deshalb der „Nasenbär“ der Feuerwehr. Dazu rüstete sich ein Mitglied der Einsatzabteilung vor den Augen der Kinder mit seiner Schutzausrüstung und einem Atemschutzgerät aus. So lernten die Kinder den „Verwandlungsprozess“ kennen und hörten die ungewohnten Geräusche des Atemschutzgerätes. Außerdem wurde gezeigt, wie der Kamerad sich auf der Suche nach vermissten Menschen kriechend auf allen Vieren in einem verqualmten Haus bewegt.

Zum Abschluss der interessanten Brandschutzerziehung besichtigten die Kinder des Kindergartens das Laisaer Feuerwehrfahrzeug mit all der vorhandenen Ausrüstung.(r)

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