Aufführung von „Musical-Fieber“ in der ausverkauften Ederberglandhalle

Leichte Muse flott verpackt

Nicht so fromm: die Nonnen von „Sister Act“. Bereits zum fünften Mal Gast in Frankenberg, präsentierten junge Künstler einen Querschnitt der beliebtesten Songs aus erfolgreichen Musicals der vergangenen Jahre. Fotos: Moniac

Frankenberg. Leichte Muse flott verpackt, das genossen die Besucher in der ausverkauften Frankenberger Ederberglandhalle beim „Musical- Fieber“ der Konzertagentur Aktiv Event.

Bereits zum fünften Mal Gast in der Illerstadt, präsentierten junge, in Tanz und Gesang professionell ausgebildete Künstler einen Querschnitt der beliebtesten Songs aus erfolgreichen Musicals der vergangenen Jahre. Verändert war allerdings das Konzept: Ohne die verbindenden und auch erklärenden Worte eines Moderators schlossen sich die einzelnen Stücke in rascher Folge einander an, und wer nicht hundertprozentig sicher in Sachen Musical war, mochte durchaus beim ein oder anderen Vortrag völlig falsch liegen. Denn leider gab es aus betriebsinternen Gründen auch kein Informationsheft oder zumindest eine Auflistung der gebotenen Stücke.

Das Frankenberger Publikum schien allerdings weitgehend musicalerfahren zu sein, denn schnell sprang der Funken zwischen Bühne und Saal über. Ausschnitte aus Wicked , Dirty Dancing, Tanz der Vampire, Spamelot und Jekyll & Hide machten den Anfang, und spätestens bei Mamma Mia von Abba klatschte das Publikum im Takt und sang auf Aufforderung sogar mit.

Liebesleid, Sehnsüchte, tragische Verflechtungen, romantische Erfüllung - die ganze Palette menschlicher Gefühle wurde gezeigt, doch auch an humoristischen Einlagen fehlte es nicht, etwa bei den nicht wirklich frommen Schwestern von „Sister Act“, den Indianern am Marterpfahl bei „Der Schuh des Manitu“ oder dem kessen Mutter-Tochter-Duett von „Hairspray“.

Erhaben und schlicht ehrlich erklang „I am What I am“ aus „Ein Käfig voller Narren“, zu dem auch das Selbstbekenntnis „Ich gehör nur mir“ aus „Elisabeth“ passte.

Die Freude der Mitwirkenden an der eigenen Darstellung wuchs im Verlauf der Show. Rasante Tanzeinlagen, strahlende Gesichter und ausdrucksvoller Gesang wurden mit Bravorufen und donnerndem Beifall belohnt, und auf breiter Linie folgte das Publikum den mehrfachen Appellen zum Mitsingen und rhythmischen Klatschen.

„Siebzehn Jahr, blondes Haar“, „Aber bitte mit Sahne“ und „Ich war noch niemals in New York“: Beim Verschnitt der populärsten Udo-Jürgens-Schlager waren Begeisterung und inneres Mitgehen kaum noch zu übertreffen.

Mit stehenden Ovationen feierten die Zuhörer ein Künstlerensemble, das seit Bestes gegeben hatte, und einen unterhaltsamen Abend, wie es ihn in Frankenberg nicht häufig zu erleben gibt. Mehrere Zugaben waren da natürlich inklusive.

Von Marise Moniac

Quelle: HNA

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