Leitbild-Diskussion in Frankenberg sorgt für Ärger

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Blick auf Frankenberg: Fünf Arbeitsgruppen machten Vorschläge zur Weiterentwicklung der Stadt. Doch bei der Abschlussveranstaltung zum Leitbildprozesses fehlten konkrete Informationen. Auch im Internet fand der Prozess bisher wenig Beachtung.

Frankenberg. Die erhoffte Aufbruchstimmung im Prozess um die Erstellung eines Leitbildes für die Stadt Frankenberg ist bislang ausgeblieben: Nur knapp 40 Besucher kamen zur Abschlussveranstaltung in die Ederberglandhalle, in der ein erster Entwurf des Leitbildes vorgestellt werden sollte.

Es liegen zwar mittlerweile die Ergebnisse der fünf Mitte April ins Leben gerufenen Arbeitsgruppen vor, die sich in den vergangenen Monaten intensiv mit den Themen Energie, Bildung und Kultur, Tourismus, Soziales (Familienstadt mit Zukunft, Integration) und Wirtschaft befasst und Maßnahmen erarbeitet haben. An dem Abend wurden sie aber konkret gar nicht behandelt.

Die Vorschläge stehen auf der Homepage der Stadt im Internet. Von einer gewünschten Bürgerbeteiligung in Form einer Online-Diskussion wurde bislang kaum Gebrauch gemacht: Lediglich 24 Kommentare wurden zu den auf der Internetseite der Stadt Frankenberg aufgelisteten Vorschlägen abgegeben.

Auch bei der Abschlussveranstaltung ging der Betreuer des Leitbildprozesses, der Geschäftsführer des Hessischen Städte- und Gemeindebunds, Karl-Christian Schelzke, nicht näher auf die Zukunftsideen ein. Er versprach, die Online-Leitbilddiskussion zu verlängern - ohne dass der Stadt zusätzliche Kosten entstünden. „Wir halten den Prozess so lange offen wie nötig“, betonte auch Bernd Klotz, der zusammen mit Schelzke den Leitbildprozess begleitet.

Heftige Kritik

Aus den Reihen der Zuhörer hatte es zuvor heftige Kritik an der Planung des Projekts gegeben: Bemängelt wurde vor allem, dass die Abstimmung nur vier Wochen lang möglich gewesen sei und dieser Zeitraum noch dazu mitten in die Ferienzeit gefallen sei. Außerdem sei nicht jeder mit dem Internet vertraut.

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Quelle: HNA

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