Frankenberger Wasserversrogungsnetz

Aus der Leitung fließt ein "Schatz"

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Eine Kostprobe Wasser erhielten Lea, Mara, Hanna, Isabelle und Tabea während des Rundgangs im Hochbehälter am Jungfernhügel.Fotos: sch

Frankenberg - Viermünden - Vor 100 Jahren entstand das Wasserversorgungsnetz im Frankenberger Stadtteil Viermünden. Zu diesem Anlass fand ein Wassertag statt.

Ohne Wasser geht nichts - alles lebt vom Wasser, ob Menschen, Blumen, Tiere oder Pflanzen. Für fast jeden ist es mittlerweile selbstverständlich, den Hahn einfach aufzudrehen, und schon läuft das Wasser. Aber erst vor 100 Jahren entstand das Wasserversorgungsnetz im Frankenberger Stadtteil.

Um dies zu feiern und darauf aufmerksam zu machen, wie kostbar Wasser ist, veranstaltete der Heimat- und Kulturverein in Viermünden einen „Wassertag“. Die Vereinsvorsitzende Katja Holzapfel-Weller begrüßte viele interessierte Bürger aus Viermünden sowie auswärtige Gäste. Auch Bürgermeister Rüdiger Heß besuchte die Veranstaltung und übergab einen Scheck für den Heimat- und Kulturverein in Viermünden.

Die Gäste starteten einen Rundgang am Feuerwehrgerätehaus in Viermünden. Erste Station war die Druckminderstation an der Hauptstraße in Richtung Schreufa. Marco Schengel - Mitarbeiter der EGF, Abteilung Wasserwerk in Frankenberg - informierte über die Arbeit dieser Station. Weiter ging es zum neuen Hochbehälter, der sich auf dem Jungfernhügel befindet. Erbaut wurde der Hochbehälter 1975. Die Teilnehmer warfen einen Blick in das Innere des Behälters mit den beiden Wasserkammern. Die linke Kammer ist die Feuerreservekammer, und die rechte Kammer die Verbraucherkammer mit Trinkwasserqualität. Einmal im Jahr werden beide Kammern geleert und neu gefüllt. Wer wollte, konnte das Wasser an dieser Station probieren. Der Rundgang führte weiter zum alten Wasserhäuschen aus dem Jahre 1912 in der Viermündener Feldgemarkung Schreufaer Bach-Seite. Das Wasserhäuschen wurde nach dem Bau des neuen Hochbehälters im Jahre 1975 geschlossen.

Über die Zuleitung nach Viermünden, über das Ortsrohrnetz, über Lagepläne, Gestattungsverträge und über den Wasserleitungsplan von Viermünden informierten zusätzlich zum Rundgang aufgestellte Übersichtspläne. Diese Tafeln hatten Ottmar Wolff, Heinrich Grebe, Matthias Armand und Ulli Huhn zusammengestellt. Unter anderen waren auch Leitungsrohre aus 1901 - eine Leihgabe von Ottmar Wolff - ausgestellt. Diese Leitungsrohre wurden für den Anschluss der Verbindungsleitung zwischen dem Feuerwehrteich und der alten Wasserleitung 1994 von den Stadtwerken Frankenberg rausgeschnitten.

Der ehemalige Wassermeister von den Frankenberger Stadtwerken Heinz Herguth referierte über das Thema „100 Jahre Wasserversorgung in Viermünden“. Deutschland sei eines der wasserreichsten Länder Europas. Da Wasser Leben sei, müsse dieser „Schatz“ geschützt und sinnvoll soll damit umgegangen werden.

(sch)

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