Organisatoren des Weihnachtshauses spenden an die Frankenberger Tafel

Lichterglanz für den guten Zweck

+
Wollen der Öffentlichkeit etwas zurückgeben (v.l.): Regina und Stefan Schmidt überreichen Gisela Schmidt, Beisitzerin bei der Frankenberger Tafel, dem Vorsitzenden Ernst-Dieter Mankel und dem Tafel-Koordinator Hans-Jürgen Wilhelm eine Spende. Foto: Sara Schelberger

Frankenberg - Vom ersten Advent bis zum sechsten Januar leuchtete das Frankenberger Weihnachtshaus der Familien Schmidt und Engelhardt. Gäste wurden dort mit Glühwein, Kinderpunsch und Bratwurst bewirtet. Den Erlös spendeten die Familien gestern der Frankenberger Tafel.

„Das Weihnachtshaus ist schon toll“, findet Gisela Euring, Beisitzerin bei der Frankenberger Tafel, lobende Worte. „Als meine Kinder noch klein waren und wir dort vorbeigelaufen sind, sagten sie immer, dass dort bestimmt das Christkind wohnt.“

Seit 1998 würden sie ihr Haus nun schon beleuchten, erklärt Stefan Schmidt, in diesem außergewöhnlichen Rahmen allerdings erst seit sechs Jahren. „Insgesamt sechs Wochen haben wir an der Beleuchtung unseres Hauses gearbeitet“, berichtet Regina Schmidt, „drei Wochen während unseres Urlaubes und drei Wochen nebenher.“

Die Arbeit lohnt sich. Zahlreiche Leute bestaunen das festlich beleuchtete Grundstück in der Gemündener Straße schon seit Jahren regelmäßig. Viele kommen dafür von weit her. „In diesem Jahr kam sogar eine Familie aus Melsungen, die ihrer ukrainischen Verwandtschaft unser beleuchtetes Haus zeigen wollte“, erzählt Regina Schmidt.

Um die Technik auf dem neuesten Stand zu halten, haben die Familien die normalen Lichterketten mittlerweile durch stromsparende LEDs ersetzt. „Die sind heller und haben unseren Stromverbrauch deutlich sinken lassen“, erklärt Stefan Schmidt. Und die weihnachtlichen Lichter lassen offenbar bei manchen Menschen auch Neid aufkommen. „Im vorletzten Jahr wurde uns ein beleuchtetes Rentier geklaut. Jemand brauchte offenbar noch ein bisschen Weihnachtsschmuck“, berichtet der Frankenberger. Der Dieb habe das Kabel bis zur Steckdose verfolgt, die mit einem Beutel vor Wasser geschützt wurde. Den Beutel habe der Unbekannte vorsichtig geöffnet und hinterher wieder sauber geschlossen.

„Hatten Spaß ohne Ende“

Dieser Zwischenfall hielt die Familien Schmidt und Engelhardt jedoch nicht davon ab, ihr Haus festlich zu beleuchten und den Erlös von verkauften Leckereien für einen guten Zweck zu spenden. „Das ist ein Hobby und wir machen das gerne“, erklärt Stefan Schmidt. Auf die Idee, der Tafel die 1111 Euro zu spenden, kam Regina Schmidt durch eine Nachbarin: „Wir wollten erst einer Stiftung im Ausland helfen. Meine Nachbarin hat mich dann aber darauf hingewiesen, dass beispielsweise auch die Frankenberger Tafel Unterstützung braucht.“

Der Vorsitzende Ernst-Dieter Mankel bedankte sich, wies aber darauf hin, dass die Tafel nicht nur auf Spenden, sondern auch auf ehrenamtliche Mitarbeiter angewiesen sei - beispielsweise, um die von gestiftete Nahrung zu sortieren und vorzubereiten. Auch Fahrer und Beifahrer seien für einen problemlosen Ablauf sehr wichtig. „Am ersten Advent haben uns direkt 600 bis 700 Menschen besucht und zwölf Leute - Freunde und Bekannte - haben uns geholfen, diese mit dem Verkaufswagen meines Schwiegervaters zu bewirten. Wir hatten Spaß ohne Ende“, sagt Regina Schmidt mit einem Lächeln. „Es war an jedem Wochenende, als hätten wir ein kleines Nachbarschaftsfest.“

Die Familie ist froh über den guten Zusammenhalt in der Straße. „Wir haben tolle Nachbarn“, betont die Frankenbergerin, „wenn sie nicht mitziehen würden, könnten wir das alles gar nicht machen.“ (ara)

Kommentare