Gemündener Chor "Hope" beteiligt sich am 21. September am "Gospelday" in Marburg

Lieder gegen Hunger der Welt

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Gemünden - Um den Hungernden eine Stimme zu geben, beteiligt sich der Gemündener Chor "Hope" am Samstag in der Marburger Oberstadt am deutschlandweiten "Gospelday".

Gleichzeitig ertönen zehntausende Stimmen, die gemeinsam ein Lied singen: Bundesweit werden heute bis zu 100.000 Sänger aus Gospelchören erwartet, die sich am „Gospelday“ beteiligen. Zu ihnen gehört auch der Gemündener Chor „Hope“ unter der Leitung von Timo Gleim.

Gemeinsam mit „Spirit and Joy“ aus Haiger unter der Leitung von Steffen Nies, „Go Sing!“ aus Niederwalgern unter der Leitung von Manuel Haim sowie „Life and Spirit“ aus Wehrda und „Joy of Life“ aus Marburg, unter der Leitung von Jean Kleeb treten die Gemündener Sängerinnen in der Marburger Oberstadt auf.

Um 11 Uhr treffen sich die Sänger zum Einsingen im Kantoreisaal und laufen dann gemeinsam an die Wasserscheide, um dort ab 12 Uhr für etwa eine Stunde mehrere Lieder zu singen. Auf dem Programm stehen „Freedom is coming“, „Na nzela na lola“, „Hakuna wakaita“, „Wasma“, der „Gospeldaysong“ und „Freedom is coming“.

Ab 12 Uhr mittags sind Gospelsänger in ganz Deutschland verteilt, um an mehr als 250 Orten gemeinsam zu singen. Sie singen in Bahnhöfen, auf Marktplätzen, in Einkaufszentren, am Brandenburger Tor, in Gefängnissen - und eben in der Marburger Oberstadt. Insgesamt werden mehr als 60.000 Zuschauer erwartet, die auch zum Mitsingen eingeladen sind. Das gemeinsame Lied aller Chöre - der „Gospeldaysong“ heißt „We will stay with you“, das bedeutet: Wir werden bei dir bleiben. Es soll ein Versprechen der Solidarität sein. Die Chöre möchten mit ihrer Aktion den Hungernden in der Welt eine Stimme geben.

900 Millionen Hungernde

Weltweit hungern fast 900 Millionen Menschen. Darauf soll aufmerksam gemacht werden. Die Chöre möchten außerdem bewusst machen, dass jeder Mensch mit seinem Verhalten etwas gegen den Hunger tun kann - etwa, indem Lebensmitteln mehr Wertschätzung entgegen gebracht wird anstatt Millionen Tonnen wegzuwerfen während anderswo Menschen hungern.

Es soll aber kein schlechtes Gewissen gemacht werden, denn Gospel wird verstanden als die Musik der guten Nachricht von der Liebe Gottes. Daher möchten die Sänger sich selbst und auch die Zuschauer motivieren, dass die Welt nicht so bleiben muss, wie sie ist.

Der „Gospelday“ ist Teil der Aktion „Gospel für eine gerechtere Welt“ - einer Initiative von „Brot für die Welt“ und der „Stiftung Creative Kirche“. Schirmherr ist der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Pfarrer Nikolaus Schneider. Für den Auftritt in der Marburger Oberstadt sind die Chormitglieder an keine Kleiderordnung gebunden.(r)

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