Hügel rufen Funkschatten hervor

Lindenhof hat kaum Handyempfang und schlechtes DSL

Lindenhof. Nachdem eine HNA-Redakteurin mit einer Panne im Funkloch von Oberholzhausen festsaß, haben wir über den schlechten Empfang im Hainaer Ortsteil berichtet. Darauf hat sich Herbert Becker aus dem Hatzfelder Stadtteil Lindenhof bei der HNA gemeldet.

„Wir sind hier in Lindenhof in der gleichen Situation", berichtete Becker. „Handyempfang nur eingeschränkt möglich, DSL-Verfügbarkeit auf dem Stand von 2005."

„Bei uns in Lindenhof ist das um so ärgerlicher, da die bereitgestellten finanziellen Mittel des Landes Hessen von der Stadt Hatzfeld wieder zurückgegeben werden mussten“, erklärte Herbert Becker, der auch Stadtrat ist. „Es konnte zwischen den Anbietern keine Einigung erzielt werden. Den Platz für eine Antenne am Turm auf der Sackpfeife hat der Betreiber im Nachhinein nicht zur Verfügung gestellt.“

„Grundsätzlich hängt die Empfangsqualität vom genauen Standort des Mobiltelefons ab“, sagte Hatzfelds Bürgermeister Dirk Junker auf HNA-Nachfrage. „Dieser wird beeinflusst von einer Reihe externer Faktoren, insbesondere der Topographie.“ Lindenhof sei aufgrund seiner Lage von Hügeln in unterschiedlicher Höhe umgeben, die je nach Lage der Sendeantenne einen Funkschatten hervorrufen. „Dort ist dann kein Empfang möglich“, sagte Junker.

Im vergangenen Jahr habe die Stadt die Netzabdeckung eines Anbieters im Bereich der 4G-Technologie geprüft. Dabei sei festgestellt worden, dass auf dem Lindenhof stellenweise der Empfang von 4G/LTE mit bis zu 50 MBit/s möglich sei und somit auch schnellere Internetverbindungen genutzt werden könnten. Im Bereich des Festnetzes ist der Weiler Lindenhof nicht an DSL angeschlossen.

Herbert Becker beziehe sich auf eine Entscheidung von 2013, erläuterte der Bürgermeister „Nach den damaligen Erkenntnissen zum Ausbau des LTE-Netzes der Telekom mit dem Standort Sackpfeife musste aus Kostengründen die Entscheidung getroffen werden, Lindenhof aus einer geplanten Breitbanderschließungsmaßnahme herauszunehmen“, sagte Junker. „Eine Standortfindungsphase mit einem anderen Mobilfunkbetreiber ist gegenwärtig noch nicht abgeschlossen. Die Möglichkeiten der Stadt, auf die Mobilfunkanbieter Einfluss zu nehmen, sind sehr beschränkt.“

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Quelle: HNA

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